Kürzungen bei Psychotherapie - Wie ernst ist die Lage? (Susanne Schneider MdL, FDP)

Shownotes

Heute befinde ich mich im Landtag in NRW und spreche mit Susanne Schneider von der FDP. Sie ist Sprecherin für Arbeit, Gesundheit und Soziales, für Frauen, Gleichstellung und Queer Politik sowie für die Angelegenheiten der Bundeswehr. Sie hat selbst im Gesundheitsbereich gearbeitet - als Krankenpflegerin und Pharmareferentin.

Wir wollen heute über die Versorgung mit Hausärzten und Psychotherapeuten sprechen: Wie sieht die aktuelle Lage aus, was sind Konfliktfelder und wie könnten Lösungen aussehen? Außerdem schauen wir nochmal auf das Beitragsstabilisierungsgesetz und was da jetzt am Ende alles im Gesetz gelandet ist. Weil es ja gerade so warm ist, sprechen wir auch über die Frage: Wie können wir Patientinnen und Patienten eigentlich vor Hitze schützen?

Aufgenommen am 14.07.26 gegen 19Uhr.

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00:00:00: Herzlich willkommen bei Deutschland Deine Demokratie.

00:00:03: Mein Name ist Marc Hamacher und ich spreche hier alle zwei Wochen mit spannenden Gästen rund um Demokratie und Politik.

00:00:09: Ich bin nie um etwas zu lernen von Menschen, die mich interessieren und über Themen, die ich für relevant halte.

00:00:13: Heute befinde ich mich im Landtag in NRW und spreche mittels Sonne Schneider der FDP.

00:00:18: Sie sprechen für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Frauen, Gleichstellung und Queerpolitik sowie für die Angelegenheiten der Bundeswehr.

00:00:25: Sie hat selbst im Gesundheitsbereich gearbeitet als Krankenpflegerin.

00:00:29: Wir wollen heute über die Versorgung mit Hausärzten und Psychotherapeuten sprechen.

00:00:33: Wie sieht die aktuelle Lage aus, was in Konfliktfelder und wie können Lösungen aussehen?

00:00:38: Außerdem schauen wir nochmal auf das Beitrags-Stabilisierungsgesetz, welches jetzt geschlossen wurde und was da jetzt am Ende alles im Gesetz gelandet ist.

00:00:46: Und weil es ja gerade so warm ist, sprechen wir auch über die Frage – wie können wir denn Patienten vor Hitze schützen?

00:00:58: Frau Schneider, ich spreche zu Beginn mit meinen Gästen meist erstmal ein bisschen über Biografie, beruflichen Hintergrund und Werdegang.

00:01:04: Einfach um zu verstehen wie die Menschen so ticken und wie sie dahin gekommen sind wo sie heute stehen.

00:01:10: Ich hätte dann mal auf ihrer Website nachgeschaut und da steht folgender Satz Schon als vierjähriges Kind wollte ich kranker Schwester werden Und blieb dabei.

00:01:20: Mit achtzehn Jahren begann ich die Ausbildung, die ich neunzehnund achten achtzig mit dem Staatsexamen beendete.

00:01:26: Warum genau dieser Beruf und woher diese Entschlossenheit?

00:01:31: Ich denke, das kommt daher, dass ich als Kind einfach gerne geholfen habe.

00:01:34: Und was noch mit den Ausschlag gab war, dass wir im Dorf eine Krankenschwester, eine Ordenschwester hatten die so zu dem Menschen nach Hause kamen und danach am rechten sah.

00:01:42: Das fand ich immer toll!

00:01:43: Ich hab gesagt oh das möchtest du auch machen.

00:01:45: also mein Vater wollte mich immer bei der Prost haben.

00:01:48: ihre älteren Zuhörer erinnern sich da wurde man früher dann noch verbeamtet aber ich wollte immer Krankenschwestern werden und habe das mit ganz viel Leidenschaft gemacht.

00:01:57: Weiter geht es in der Biografie.

00:01:58: Nach einer berufsbegleitenden Fortbildung arbeitete ich noch einige Jahre als Stationsleitung, bis ich mich entschloss eine Ausbildung zur Pharma-Referentin zu absolvieren.

00:02:07: Warum dann der Schritt quasi in die Pharmabranche?

00:02:11: ist jetzt so vom ersten Gedanken her erst mal so die andere Seite?

00:02:15: Ja, ich habe das im Krankenhaus mit sehr viel Leidenschaft gemacht.

00:02:18: Ich hatte auch ein tolles Team gehabt und irgendwann habe ich dann überlegt.

00:02:22: So jetzt bist du Stations leitung Wie geht es dann weiter?

00:02:27: Und dann war so der Gedanke, das machst du jetzt bis zu fünfundsechzig Jahre alt bist.

00:02:31: Alle zwei Jahre die Gehaltserhöhung nach alter Ungewicht im öffentlichen Dienst.

00:02:36: und ich habe gesagt ne, du musst noch was anderes machen und hab dann überlegt, was kannst du gut?

00:02:41: Was findest du spannend?

00:02:42: Das war schon der Pharma-Bereich und da habe ich eine Ausbildung gemacht zur geprüften Pharmareferente.

00:02:51: In der Biografie geht es dann weiter.

00:02:53: In diesem Beruf habe ich jahrelang ausgesprochen, einfach euch gearbeitet bis zur Geburt meiner Kinder.

00:02:57: Dadurch wurden mir die Defizite in der Kinderbetreuung und im Bildungswesen bewusst und ich kam zu FDP.

00:03:03: Jetzt hab' ich schon mit mehreren Frauen gesprochen, die genau das Gleiche mehr oder weniger gesagt haben oder geschrieben haben, dass sie aus Gründen eben weil Sie gesehen haben, okay Kinderbetreuerung da läuft irgendwie was schief, aus denen Grunde in die FDP eingetreten sind.

00:03:17: Wie hat sich denn diese Situation seitdem entwickelt?

00:03:20: eingetreten sind.

00:03:21: Die hat sich Gott sei Dank verbessert, also damals war das wirklich ausgesprochen schlecht.

00:03:26: ich konnte meine Kinder in die Kita geben damals von täglich acht Uhr bis zwölf Uhr dreißig.

00:03:32: Also da jetzt irgendwo für Geld zu arbeiten, ich sage immer für Geldarbeiten.

00:03:37: Weil wenn man drei Kinder erzieht und aus denen was wird dann hat man auch gearbeitet nur nicht für Geld.

00:03:42: Und das ist inzwischen besser geworden.

00:03:43: also da haben wir inzwischen bessere Betreuungszeiten wobei im Ort speziell in Atlantis fahren hier noch sehr viel auch im Agen liegt Also die U-Drei-Betreuung also die Kindern die noch keine drei Jahre sind.

00:03:54: Das sind die Plätze sehr begrenzt.

00:03:56: Da müssen wir da auch ein bisschen flexibler werden von den Zeiten.

00:03:58: Ich bin ganz großer Fan von vierundzwanzig Stunden Kitas Was jetzt nicht heißt dass die Kinder vierundzwanzig Stunden rein sollen, dass wird der Bösenliberal immer unterstellt.

00:04:08: Nein aber wir haben ja sehr viele Berufe die eben im Schichtdienst arbeiten.

00:04:12: Als ich selber war in der Pflege da gibt es auch keinen nine to five Job oder ganz ganz wenige und da muss unsere Betreuung einfach flexibler werden.

00:04:20: und das versuchen immer mehr Arbeitgeber zu bieten können aber nicht alle leisten.

00:04:24: Es ist ein klassisches Beispiel.

00:04:26: Ich habe zum Beispiel auch eine Kollegin gerade, die arbeitet ja im medizinischen Bereich.

00:04:30: Die muss immer um sieben Uhr da sein aber die Kita macht erst um siebund dreißig auf und das ist natürlich dann schwierig mit dem Arbeitgeber zu organisieren.

00:04:40: Sie sind ja auch Sprecherin für Frauen- und Gleichständung?

00:04:44: Wie weit sind wir denn jetzt bei mir gerade beim Thema Warn hier als Gesellschaft gekommen und wo wollen wir denn noch hin?

00:04:52: Ich glaube da hat sich einiges entwickelt, liegt aber auch noch etwas Brach wo man mehr tun könnte.

00:04:59: Also ich schaue immer ganz begeistert auf die Schulabschlüsse wenn dann die jungen Menschen als Beispiel ihr Abitur haben und die Damen immer... deutlich bessere Noten haben.

00:05:11: Sie studieren schneller, sie machen bessere Studienabschlüsse und spätestens wenn es dann an Professuren geht da wird's dann immer sehr dünn.

00:05:18: also ich denke hier muss man schon noch ein bisschen was tun und auch in der Wirtschaft.

00:05:25: Wenns dann klappt mit der Kinderbetreuung um die Frauen die Möglichkeit haben Karriere zu machen dann wollen die auch anders angesprochen werden oder überlegen länger.

00:05:34: Meiner sind ja oft so, ja kann ich da ist noch nie mal eine Stellenbeschreibung da.

00:05:39: Frauen überlegen gerne und sind kritischer und wollen dann auch ganz gerne mal angesprochen und unterstützt hören.

00:05:48: Jetzt wollen wir gleich im Detail über die aktuell anstehende große gesundheitsreformen die jetzt gerade verabschiedet wurde sprechen.

00:05:55: Ich würde Vorher ganz gerne mal über die Versorgung mit Hausärzten, Versorgungen mit Psychotherapeuten sprechen.

00:06:02: Weil das bisher im Podcast – ich habe jetzt schon einige so ein bisschen zu Gesundheit gemacht – ein bisschen too kurz gekommen ist und da wollte ich ganz gerne sie als auch lokale Ansprechpartnerinnen in NRW dazu fragen.

00:06:14: Zu Beginn erstmal wie ist es denn heutzutage?

00:06:18: Wie einfach ist es einen Haushalt einer Hausärztin hier in NRWe zu finden?

00:06:23: Das kommt sicher darauf an, wo sie wohnen und wir haben schon Schwierigkeiten weil unsere Hausärzte immer älter werden die noch aktuell da sind.

00:06:32: Es sind aktuelle Nordrhein-Westfalen ganz grob thousand vierhundert Hausarztitze nicht besetzt und da muss schon einiges passieren.

00:06:41: also wir haben in der letzten Wahlperiode zusammen mit der CDU regiert und da wirklich sehr viel auf den Weg gebracht.

00:06:48: Also angefangen von, wir brauchen eine medizinische Fakultät in Bielefeld einfach weil man gesagt hat er ländliche Raum ist schwächer besetzt und die Ärzte bleiben oft auch dort wo sie studiert haben.

00:07:00: dann haben wir die Studienplätze in Wittenherde geverdoppelt.

00:07:04: WittenHerde hatte den Vorteil die produzieren in Anführungszeichen unheimlich viele allgemeine Mediziner die als dann Hausarzt werden.

00:07:13: Dann hat man Quereinsteigerprogramme auf den Weg gebracht.

00:07:17: Das sprich Ärzte, die aus dem Krankenhaus raus wollen, denen die dabei unterstützt, sich niederzulassen.

00:07:22: Wir haben die Summen deutlich erhöht als Unterstützung für Ärzten in benachteiligten Regionen sind, wo wir einen totalen Mangel haben.

00:07:31: und letztendlich haben wir sogar noch eine Landarztquote an den Staat gebracht.

00:07:38: Da hatte die Liberale furchtbare Bauchschmerzen, das Wort Quote ist ganz böse!

00:07:42: Aber ich habe dann auch gesagt, wir brauchen hier wirklich einen ganzen Strauß von Maßnahmen um dieses Problem in den Griff zu bekommen.

00:07:50: Wir machen mal so eine Landarztquote und auf die ersten gut tausend Studienplätze hatten sich mehr als zehntausend junge Menschen beworben also war zehnfach überzeichnet und es zeigt schon das Interesse ist da und es wollen auch viele.

00:08:05: Problem mit der Landratsquote ist natürlich, das dauert jetzt quasi noch ein bisschen bis die Leute dann wirklich in den Krankenhäusern quasi ankommen.

00:08:12: Aber ich kenne auch ein paar Leute, die über diese Quote quasi einen Studienplatz bekommen haben und mit denen ich dann zusammen studiert habe.

00:08:21: Warum dachte ich jetzt auch gerade hier an NRW beim Thema Hausärzte?

00:08:27: Man zeigt sich ja dass in Westfalen Lippel unter allen siebzehn Regionen der Karstenärztlichen Vereinigung bundesweit, was Hausärzte angeht den letzten Platz belegt.

00:08:38: Hier kommen auf einhunderttausend Einwohner nur rund eineinundsechzig Hausärzte.

00:08:41: Der bundesweite Schnitt sind sieben- und sechzighausärzte pro hunderttauseinwohner.

00:08:46: Und die haben es eben angesprochen.

00:08:47: Rund vierzig Prozent der Hausärze sind jetzt schon älter als sechszig Jahre.

00:08:52: also der demografische Wandel ist einfach ein riesengroßes Problem weil wir viele haben die in Rente gehen weniger die nachkommen.

00:09:00: Also wir haben mehr Patienten und weniger Leute, die sie behandeln.

00:09:04: Was sind denn jetzt noch?

00:09:06: Ich will erst mal so ein bisschen Überblick gewinnen und sich die Kernprobleme anschauen, wo wir aktuell stehen neben dem demografischen Wandel.

00:09:12: Was sehen Sie da?

00:09:14: Ich sehe natürlich einen anderen Blick auf die Work-Life Balance als es vor Jahren war.

00:09:19: Ich kannte Hausärzte diesen Morgen zum Sieben in der Praxis abends um neun dort raus und in der Mittagspause auch noch Hausbesuche gemacht Und ich war mal an der Universität zum Münster in der medizinischen Fakultät und da stand dann ein Roll-up, was ursprünglich die Kassenärztliche Vereinigung gemacht hat.

00:09:38: Da war eine Ärztin drauf, steht das Kop um den Hals... ...und drunter stand der Satz Ich arbeite für ihr Leben gerne, fand ihn toll ins Lungen!

00:09:45: Ich arbeide für ihr Lebengand, habe mich sehr berührt.

00:09:48: Die Studenten haben aber dann drunter geschrieben, aber nur fünf und dreißig Stunden im Wochen.

00:09:54: Darauf müssen wir auch Rücksicht nehmen, dass die Lebensplanung heute eine andere ist.

00:09:58: Dann ist die Medizin viel, viel weiblicher geworden.

00:10:01: also nicht nur weil die Damen bessere Avis abliefern sondern auch weil bei den Herren einfach medizidig mehr so trendy ist und Das ist sicher kein einfacher Weg, der da vor uns liegt.

00:10:14: Und da erwarte ich jetzt aktuell von Schwarz-Grün auch ein bisschen mehr.

00:10:18: also die spezielle Grunen feiern sich sehr gerne was da alles passiert.

00:10:21: aber das sind alle Sachen die die FDP mit auf den Weg gebracht hat und dass sie schon mal auf neue und kreative Ideen das war dann nochmal weiter vorankommen.

00:10:29: Was heißt denn das jetzt konkret für die Patienten?

00:10:32: Wie lange muss ich denn jetzt auf einen Termin warten?

00:10:35: Ich denke, das ist völlig unterschiedlich.

00:10:36: Das hängt auch sehr an den Praxen wie sie organisiert sind und manche machen das ganz großartig.

00:10:41: also ich gehe jetzt mal von meinem Hausarzt aus.

00:10:43: Ich selber bin Kassenversicherheit, sage immer gerne dazu als gesetzlich versichert.

00:10:48: Wenn ich da anrufenden Termin haben möchte und dann auch einen Termin habe, dann warte ich aber nicht in der Praxis.

00:10:54: Und die haben jeden Tag morgens drei Stunden und nachmittags drei Stunden Akutsprechstunde, wo sie wirklich hinkommen können.

00:11:00: Wenn Sie krank sind, weil Sie wissen ja in der Regel nicht zwei Tage vorher schon, dass Sie dann Infekt haben werden, da müssen Sie natürlich ein bisschen Zeit mitbringen und Sie können sich auch den Arzt nicht ausholen, der da gerade für Sie Zeit hat.

00:11:11: aber Sie werden auf jeden Fall Behandlung kommen dran und das finde ich eine sehr gute Idee.

00:11:16: Würden Sie denn sagen, dass die aktuelle Versorgungslage schon unsere Gesundheit schadet?

00:11:22: Weil es teilweise zu... Schwierig ist ein Termin zu bekommen oder zu große Hürden gibt, weil Zeit auffahnt um eben zum Arzt zu gehen und dadurch Gesundheitsschaden entstehen.

00:11:32: Ich denke aktuell ist noch alles gut.

00:11:36: wir sprechen das sicher auch gleich nochmal bisschen über Berlin was die sich da so nicht Lustiges ausdenken.

00:11:41: aber wenn das wirklich alle so kommt dann sehe ich in manchen Bereichen NRWs vor allem im ländlichen Raum die Versorgung wirklich gefährdet.

00:11:50: Wenn Sie jetzt mal so Ihre Werkzeugkiste aufmachen, was die Hausärzteversorgung hier in NRW betrifft.

00:11:58: Was werden denn da Lösungsansätze, die Ihnen noch einfallen?

00:12:03: Lösungs Ansätze wäre schonmal diesen blödsinnigen Numerusklausers abzuschaffen für das Medizinstudium von vorne weg.

00:12:10: Also ich halt... Überhaupt nichts von.

00:12:12: es gibt Menschen, die schwören drauf.

00:12:14: Aber ich habe immer gesagt eine junge Frau, die jahrelang als Arzthelferin gearbeitet hat, die weiß doch worauf sie sich einlässt.

00:12:19: Eine Krankenschwester, die weiss doch genau wie was in diesem Beruf zu leisten ist oder eine medizinisch technische Assistentin oder was immer wir für Bürofe haben.

00:12:30: Da muss man bisschen flexibler werden.

00:12:31: also da setzt sich dann eher wie die Uni Wittenherdecke oder auch zum Beispiel die Parazeltes-Uni in Bayern Auf Tests, die machen erst so ein Computertest und die besten werden dann zum Gespräch nochmal eingeladen.

00:12:42: Und davon werden die Besten ausgesucht.

00:12:45: Und da sei hat man mir versichert wirklich alles dabei von super Abi bis gerade noch Abi.

00:12:51: Also das ist eine Veränderung.

00:12:53: aber dann haben wir ja trotzdem quasi also sehr viele Leute, die studieren wollen relativ wenig Studienplätze.

00:12:58: bräuchten wir nicht auch einfach mehr Schulgehenplätze?

00:13:01: Wir bräuschten mehr.

00:13:02: deshalb war er dann auch in Bielefälle diese medizinische Fakultät aufzumachen.

00:13:07: Da kann man auch sicher noch kreativer werden, wie wir noch mehr Studienplätze an den Staat bringen.

00:13:13: Zum Beispiel die haben ja immer auch Semesterferien.

00:13:17: Warum soll man jetzt nicht sagen Wir verändern das Studium so dass in dieser Zeit die Universitäten ausgelastet sind?

00:13:23: Wir haben einen Beispiel, der hat gesagt, dass ich auch für die Angelegenheit in einer Bundeswehr zuständig bin.

00:13:27: Wenn Sie bei der Bundeswehr studieren – also jetzt nicht Medizin, das können Sie direkt bei der Bundesswähr nicht, da müssen sie dann doch an eine zivile Uni – aber wenn Sie bei den Bundeswehrstudien studieren sind, regeln Triemen es dann, warum versuchen wir sowas nicht?

00:13:37: Zum Beispiel mit einem Medizinstudium?

00:13:39: und dann ist es natürlich bei den Hausärzten so, da brauchen wir auch dringend ein Bürokratieabbau.

00:13:44: Die müssen auch wirklich honoriert werden für die Arbeit diese leisten.

00:13:49: Fan unserer Hausarztinnen und Hausarzte, weil die Kändipatienten in der Regel von Kleinkindalter bis zur Bahre in den meisten Fällen sind auch ein ganz gutes Steuerungsinstrument.

00:14:02: Also sprich ist hier wirklich ein Facharzttermin nötig oder reicht nicht vielleicht noch mal ein zwei Nächte drüber schlafen?

00:14:07: Sind aber dann auch einen Türöffner beim Facharst, weil ich werde immer gefragt, wie kriege ich denn schneller einen Facharztermin über einen Hausarst.

00:14:15: Wenn es wirklich dringend nötigt, zaubert jeder Hausarz in diesem Land!

00:14:19: in den nächsten Tagen ein Fahrradstermin her.

00:14:21: Aber oft ist es einfach so, dass wir auch sagen ich hätte jetzt aber gerne sehr dringend also ich habe die Tage mal wieder einen Termin beim Augenarzt einfach mal die Augen überprüfen und checken.

00:14:31: auf den Termin habe ich auch drei Monate gewartet aber für eine einfache Sehkraftüberprüfung es eilt ja auch nicht.

00:14:38: Und anders ist es dann auch, was die auch sehr gut machen.

00:14:42: Die Fragen am Telefon eben haben sie beschwerten und da müssen die Praxen auch besser werden.

00:14:46: Es sind auch manche schon ganz gut damit, dass sie wirklich fragen, was haben Sie für Beschwerden?

00:14:52: Seit wann haben sie die?

00:14:52: Was haben sie genommen

00:14:54: usw.?

00:14:55: Am Telefon schon mal ein bisschen abchecken wie dringend ist das wirklich!

00:14:58: Und dann haben wir auch schon Bereiche, die sind in diesem Bereich schon sehr digital geworden.

00:15:02: Da ist es.

00:15:03: dann brauchst du wirklich einen Termin in der Praxis oder reicht's dir wenn du jetzt einfach mal ein Arzt per Video siehst.

00:15:08: und da liegt noch ganz viel Potenzial das wir auch noch nutzen müssen.

00:15:13: Jetzt mal zum Fokus mentale Gesundheit und Psychotherapie.

00:15:17: Da hört man ja immer okay Die Lage ist katastrophal.

00:15:21: Wie sehen Sie das?

00:15:23: Die Lage is sehr, sehr angespannt was die ambulante psychotherapie betrifft Ganz, ganz dringend.

00:15:31: Wir haben ja aktuell Wartezeiten je nachdem, ob man ist von fünf Monaten, von einem Jahr bis noch länger.

00:15:37: viele Psychotherapeuten versuchen dann ein bisschen zu überbrücken Dann mal eine Erstberatung und vielleicht alle zwei Wochen um wirklich das Schlimmste abzufedern.

00:15:47: aber da muss ganz viel passieren.

00:15:51: was jetzt gar nicht passieren darf ist Was eben auch aus Berlin kommt

00:15:55: Genau da sprechen wir gleich noch drüber, dass bereits Psychotherapie auch im neuen GKV Beitragsstabilisierungsgesetz gekürzt wurde.

00:16:04: Noch mal ganz kurz zur allgemeinen Lage.

00:16:06: die Tagesschau berichtet zum Beispiel das einfach nicht genug Kassensitze verfügbar sind im Bereich Psychotherapien und nur dann kann man eben gesetzlich versicherte Patienten behandeln.

00:16:16: Es gibt aber eben viel zu wenig bei diesen Plätzen.

00:16:19: also Nichtmal Dass Die Leute es irgendwie dass wir nicht genug Leute haben, die irgendwie Psychotherapie machen wollen oder so.

00:16:27: Dass es Studienprobleme gibt, das ist auch noch mal ein anderes Thema aber es gibt doch einfach nicht genug für diesen Sitzen.

00:16:32: Rund fünftausend sechshundert gibt es hier in NRW.

00:16:35: trotzdem muss man rund haben sie gerade gesagt fünf Monate auf einen Erstgespräch warten.

00:16:40: Die Psychotherapeutin Kammer selber schätzt aus der Zeit in Deutschland insgesamt siebentausend Kassensitze fehlen.

00:16:46: außerdem schon seit dem ersten April dieses Jahres bekommt Therapeuten vier Prozent weniger Honorare.

00:16:53: Die verdienen sowieso schon schlechter als andere Fachbehandler.

00:16:56: Und jetzt kommen nochmal eben diese Kürzungen vom Bund umdrauf, gleich dazu noch im Detail zu dieser Gesetzgebung.

00:17:02: aber auch mal blöd gefragt warum schaffen wir jetzt nicht einfach mehr Kassensitze?

00:17:06: Das ist sicher eine sehr gute Frage.

00:17:08: was ich mich auch dauernd frage weil die psychischen Erkrankungen nehmen ja zu und sind inzwischen auf Nummer eins der Krankenschreibungen sind die psychische Erkranken Und für mich ist der ambulante Psychotherapeutin wirklich ein, verzeihen Sie mir den Ausdruck?

00:17:25: Ein Sparmodell.

00:17:26: Weil die sorgen ja dafür, dass sich die Erkrankungen im Idealfall nicht manifestieren und das die Patienten genesen.

00:17:32: Dass sie weniger Medikamente benötigen oder gar im schlimmsten Fall überhaupt nicht mehr arbeitsfähig sind.

00:17:38: Das ist bei den Erwachsenen so und was mich immer sehr bestürzt... Ich habe wirklich x-mal recherchiert nochmal nachgeguckt und gedacht, es kann nicht sein!

00:17:46: ist das die häufigste Todesursache bei jungen Menschen zwischen zehn und zwanzig Jahren.

00:17:53: Das war nicht der Verkehrsunfall, das war auch nicht die Krebserkrankung – das war tatsächlich der Suizid!

00:17:59: Und von daher verbietet es sich für mich eigentlich für jeden vernünftig denkenden Menschen jeden Einschnitt im Bereich der

00:18:06: Psyrotherapie.".

00:18:07: Genau, lange Zeit waren Verkehrsunfälle immer die Nummer eins und Suizide.

00:18:12: Lange Zeit auf der FEP II und das hat sich in den letzten Jahren eben gewandelt.

00:18:19: Noch zu dieser Sache mit den Kassensitzen, da habe ich bei einer Recherche nur eben rausgefunden.

00:18:24: Okay es ist halt sehr kompliziert mit den Cassensitzern weil die werden nicht von der Landesregierung sondern im Rahmen der gemeinsamen Selbstverwaltung vom Bundesausschuss Kassenärzt in Vereinigung und kranken Kassen festgelegt.

00:18:36: also Es ist einfach relativ kompliziert.

00:18:38: aber das ist ja ein Problem was man denke ich mal schon seit Jahren dem man sich seit jahren bewusst ist Und da hätte man jetzt zumindest einmal eine Lösung einleiten können.

00:18:48: Das wird seit Jahren geschoben und das auf jeden Fall.

00:18:51: Aber ich denke, man müsste jetzt einfach auch mal verstanden haben dass es nicht eine Mode Erscheinung ist wenn man psychisch krank ist sondern dass die Menschen Hilfe brauchen und dass es wirklich das Einfachste ist wenn sie in die ambulante Behandlung gehen.

00:19:05: weil wir haben immer gesagt ambulant vor stationär und von daher muss da wirklich mal Geld in die Hand genommen werden.

00:19:12: Und ich bin auch froh, dass sich die Leute inzwischen Hilfe suchen.

00:19:15: Also vor allem... Ich höre es immer mehr von den Herren der Schöpfung, die ja da eher so ein bisschen vorsichtig immer waren mit mentalen Erkrankungen weil so ein Beinbruch beim Fußball ist cool und Herzinfarkt, weil Stress ist.

00:19:28: Aber dann zu sagen an so einem Stammtisch, ich habe eine Depression, ich hol mir jetzt Hilfe das ist schon nochmal ne ganz andere Nummer und ich bin sehr, sehr froh das dann umdenken stattgefunden hat und wünsche mir eben auch, dass es endlich mal mehr Plätze gibt.

00:19:38: Ja!

00:19:38: Ich würde auch, also ich nehme es auch so wahr, Zehn Jahren, also so alt bin ich ja noch nicht.

00:19:45: Dass da so ein Umdenkenschlag gefunden hat und dass Leute jetzt über sowas reden wo es vor zehn Jahren eben noch irgendwie darüber geschwiegen wurde was ich als positiv beschreiben würde.

00:19:56: Haben sie denn jetzt noch Ideen, Lösungsansätze wie wir diese Versorgung verbessern können in dem Bereich?

00:20:03: Da müssen mal die Verantwortlichen wirklich in einen Tisch.

00:20:06: Da muss man auch noch einmal mit dem gemeinsamen Bundesausschuss ins Gespräch gehen und überlegen, wie können wir das ändern?

00:20:13: Und wie kann man mehr Plätze schaffen?

00:20:15: oder andererseits, wie finanzieren wir das Ganze?

00:20:18: Das geht ja immer ums Geld.

00:20:20: Wir haben so ein teures Gesundheitssystem wo man sich an ganz vielen Stellen sparen könnte.

00:20:25: aber das ist sicher die falsche Ecke zum Spanen.

00:20:28: Wo könnte man zum Beispiel sparen?

00:20:31: Wenn es so ein nach mir ginge, würde ich erst mal die Grundsicherungsempfänger aus der gesetzlichen Krankenversicherung rausnehmen.

00:20:38: Das sollte man über Steuern finanzieren.

00:20:40: Der Bund

00:20:42: soll das dann nicht Aufgabe der Krankenkassen, weil das ist das Geld der Versicherten, die in ihre Versicherungen einbezahlen.

00:20:51: und von daher würde ich sagen, dass machen wir über Steuergelder.

00:20:56: auch sehr gerne mal die Medikamentenkosten im Blick nehmen.

00:21:00: Und zwar, wir bezahlen ja in Deutschland neunzehnt Prozent Mehrwertsteuer auf Medikamente.

00:21:06: Vor allem also auch alle vor allem eben auch auf die verschreibungspflichtigen Medikamente und wenn wir da europaweit mal gucken haben wir in der Regel einen ermäßigten Mehrwert Steuersatz oder in manchen Ländern dann gar keine Mehrwert Steuer auf Verschreibung spflichtige Medikmente und das würde den gesetzlichen Krankenkassen aber schon einiges an Geld sparen.

00:21:23: Aber da kommt Vater startet wieder mit seinen klebrigen Fingern und greift der gesetzlichen Krankenversicherung quasi noch mal in die Tasche.

00:21:30: Also da liegen sicher Milliardenbeträge.

00:21:34: Aber dann würde ja wiederum natürlich Geld fehlen, was man zum Beispiel bräuchte um dann eben diese die Krankenversierung für die Grundsicherungsempfänger zu bezahlen.

00:21:45: also ich meine das wäre nicht so ein Hin- und Her?

00:21:48: Ich denke es wäre kein Hin- oder Her weil an der Krankenversicherung für die Und das finde ich schon eine sehr affäre Geschichte.

00:21:59: Okay,

00:22:00: und mit Medikamenten?

00:22:01: Also es ist doch Harnet-Büchern, dass sie für verschreibungspflichtige Medikamente... Das zeichnet in der Regel Medikamente aus die dringend notwendig sind oder auch nicht ganz trivial sind.

00:22:09: Dass wir für die neunzehn Prozent zahlen aber für Tierfutter dann sieben Prozent also nee.

00:22:16: Bevor wir jetzt gleich im Detail über das Gesetz sprechen was da noch alles so drin steht Wir haben jetzt ja gerade über den Mangel in der Versorgung von Hausärzten und Hausärzen, in der Psychotherapie gesprochen.

00:22:26: Inwieweit würden Sie denn sagen schaden diese Probleme unserer Demokratie oder dem Vertrauen in den Staat?

00:22:35: Es könnte schaden ja also da bin ich bei Ihnen es könnte Schaden wenn die Menschen immer unzufriedener werden Wenn sie sehen Ich muss immer länger warten ich muss immer mehr bezahlen sich dann ungerecht behandelt fühlen.

00:22:48: Das ist ja häufig dann so eine Situation die die Ränder doch erst starken lässt Und von daher müssen wir auch wirklich aufpassen, dass jeder die notwendige Versorgung erhält ihr braucht.

00:23:01: Jetzt gibt es aktuell sehr viele Debatten über dieses GKV-Spargesetz, Beitragsstabilisierungsgesetz oder welches Wort einem gerade dazu einfällt was jetzt letzte Woche Freitag verabschiedet wurde.

00:23:15: wir nehmen das ganz auf.

00:23:16: am vierzehnten Juli hier im Podcast haben wir schon viel über dieses Gesetz gesprochen verschiedene Perspektiven dazu abgedeckt, die Folgen dazu verlinke ich auch nochmal in der Infobox.

00:23:29: Aber noch mal in Kürze was war Hintergrund dieser großen Reform?

00:23:34: Ohne Reform drohen hohe Kosten im Gesundheitssystem und Krankenkassenbeiträge würden weiter steigen.

00:23:40: Eine unabhängige Expertenkommission hat Vorschläge erarbeitet, die einiges ein Geld einsparen würde.

00:23:46: Hiervon hat sich jetzt die Bundesregierung einige Punkte rausgesucht und in einen Gesetz gegossen – eben dieses GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz.

00:23:54: Beispielsweise sollen Zutaten zu Medikamenten teurer werden, Verwaltungsausgaben der Krankenkassen sollen sinken, Zucker- und Tabaksteuer steigen.

00:24:02: Die Beitragsfeier mitversicherung von E-Pattern soll abgeschwächt werden, das Pflegebudget für Kliniken soll gedeckelt werden und grundsätzlich sollen Preise und Vergütungen im medizinischen Bereich in Zukunft an die Entwicklung der Einnahmen gekoppelt werden.

00:24:14: Heißt, Vergütungsanstiege für Ärzte und Kliniker werden begrenzt – auch extra Vergütung für Praxen fallen weg!

00:24:24: wurde gestrichen.

00:24:26: Genau, also das Gesetz wurde jetzt knapp vor der Sommerpause verabschiedet war ja viel Diskussion drüber, viel Druck auch in der Debatte weil es auch Zeitdruck war eben vor der Sommepause noch fertig werden sollte.

00:24:40: Was halten Sie denn von dieser Reform?

00:24:41: Sie haben das eben schon angekündigt aber jetzt ihre Bühne!

00:24:45: Nix.

00:24:50: Das trifft es wirklich am besten, weil dieses Spargesetz – ich weiß auch nicht was das spart, weil's ja für jeden teurer und schwieriger wird.

00:24:59: Die Kassen sollen da wohl etwas sparen aber es geht los bei den vorhin angesprochenen Hausärztinnen und Hausärzten die man wirklich ganz massiv belastet und das ist so Harnbüchen!

00:25:14: Weil man möchte ja im Bund auch, dass die Primärarztversorgung stärken.

00:25:18: Und ich habe gerade eben schon ein Loblied auf unsere Hausärzteschaft gesungen aber das wird künftig so sein.

00:25:23: es gab's vor vielen Jahren schon, dass einfach am Quartalsende des Budget aufgebraucht ist und der Arzt dann sagt ja gut dann mache ich halt den letzten vier Wochen im Quartal die Praxis zu!

00:25:34: Das ist in einer Großstadt mit vielen Praxen sich erhändelbar.

00:25:39: auf dem land kann das fatale folgen haben.

00:25:41: und dass unsere docks nicht arbeiten wollen und kein geld dafür kriegen Das kann auch jeder sehr gut verstehen.

00:25:46: Und das gleiche ist es auch bei der psychotherapie.

00:25:51: Wenn wir uns jetzt mal diese expertenkommission anschauen die am anfang dieser sixen sechzig reformen vorschläge arbeitet hat Fanden sie denn da waren Ideen bei wo sie sagen okay, das kann ich mir vorstellen das könnte funktionieren.

00:26:04: Doch, man soll ja auch immer was Positives sagen.

00:26:06: Das ist ja immer gut so für alles Mögliche.

00:26:09: Ja das Homöopathie aus der Kassenärztlichen, aus der GKV Ausstattung raus ist da war ich dann tatsächlich doch Fan von.

00:26:17: Das wurde nach meinem Dafürhalten auch wirklich Zeit.

00:26:22: Aber grundsätzlich also mit diesen Reformen die vorgeschlagen wurden könnte man diese Expertenkommission in vierzig Milliarden im Jahr einsparen.

00:26:34: Amateure, die sich das überlegt haben unterstehen ja auch so Sachen drin wie zum Beispiel dass der Bund diese zwölfundhalb Milliarden Euro für Grundsicherungsempfänger zahlen soll.

00:26:45: Also für diese Reformvorschläge gab es als sie rausgekommen sind eigentlich auch sehr viele positive Worte jetzt aber nicht so sehr.

00:26:52: für das Gesetz hat man da jetzt quasi wieder diese Übersetzung von Wissenschaft und Politik vermasselt.

00:27:02: Ich weiß nicht, was sich die Verfasser dabei gedacht haben.

00:27:04: Aber ich bin mit weiten Teilen wirklich absolut unglücklich!

00:27:09: Was sehen Sie denn jetzt für die Zukunft von Kliniken und Praxen?

00:27:16: Für die Zukunft vom Praxens – ich habe es ja gerade schon angedeutet – sehe ich wirklich ein Versorgungsproblem auf uns zukommen, das ich auch verstehen kann, was dann aber wieder zur Folge hat Patienten, wenn der Hausarzt zu hat eben ins Krankenhaus waren und das wird dann mit Sicherheit nicht günstiger in einem Gegenteil.

00:27:32: Es wird deutlich teurer und die Notaufnahmen sind eh schon überlastet.

00:27:35: also für mich ist es einfach nicht zu Ende gedacht.

00:27:40: Jetzt haben sie eben schon darüber gesprochen.

00:27:41: okay wie könnten wir anders kosten senken?

00:27:43: Sie haben gesagt dass wir ja der Bund Geld zahlt für die Krankenversicherung der Grundsicherungsempfänger Und dass zum Beispiel die Mehrwertstoffe mit der Kammette gesenkt werden könnte.

00:27:53: Haben sie noch Ideen?

00:27:54: weil Das Problem ist ja schon da, also dass die Gesundheitskosten sehr groß sind bzw.

00:27:59: das Bruttoinlandsprodukt nicht so sehr wächst wie man sich das wünschen würde und dadurch halt diese Kosten ein bisschen mehr ins Gewicht fallen.

00:28:07: Also das Problem müssten wahrscheinlich noch immer immer immer weiter steigen, wenn man jetzt nicht langsam mal eine Lösung findet.

00:28:14: Wie könnte denn diese Lösung aussehen?

00:28:16: Ja Sie sagen die Beiträge müssen immer weitersteigen.

00:28:18: das tun sie doch hier schon wieder!

00:28:19: Das ist doch schon wieder so ne Mohlpackung.

00:28:22: wenn man sagt so die Beitragsbemessungsdensity machen wir mal dreihundert Euro nach oben wer wird wieder belastet?

00:28:28: den Menschen die jeden Tag fleißig zur Arbeit gehen die dann deutlich mehr in ihre Krankenversicherung zahlen.

00:28:34: Und natürlich auch unsere kleinen Unternehmen und der Mittelstand, die eben nicht mal so einfach nochmal quasi unertünftig Euro für diesen Mitarbeiter bezahlen.

00:28:44: Also das macht mir ganz, ganz großes Sorgen um das zu verkaufen.

00:28:47: Wir wollen die Beiträge stabilisieren.

00:28:49: also das finde ich schon eine Mogibaggerung.

00:28:51: Das ist nett ausgedrückt!

00:28:52: Ja, also die Idee ist ja quasi dass die Beträge sonst noch weiter ansteigen würden.

00:28:56: aber genau diese Beitragsmissungsgrenzen wurden ein bisschen... angehoben, aber jetzt so grundsätzlich sie sehen schon die Notwendigkeit im Gesundheitssystem auch zu sparen.

00:29:07: oder würden Sie sagen das wir müssen nicht unbedingt sparen.

00:29:10: Aber es muss effektiver gearbeitet werden.

00:29:14: und sparen lässt sich sicher durchaus wenn wir den ambulanten Bereich stärken.

00:29:18: und wie schwächen wir das aktuell geplant ist was auch viel sparen würde die Versorgung oder zwischen ambulanten und im stationären Bereich besser vernetzten würden.

00:29:28: Da gibt es auch noch sehr, sehr viel zu tun.

00:29:31: also sprich muss der Patient jetzt wirklich immer ins Krankenhaus?

00:29:33: den Menschen rufen ja sehr gerne bei der eins ein zwei an oder gehen auch direkt ins Krankenhaus.

00:29:38: wo ich mir wünschen würde dass die krassen ärztlichen Vereinigungen auch intensiver mit den Krankenhäusern zusammenarbeiten.

00:29:44: und es gibt in vielen Krankenhäuser inzwischen schon diese sogenannten Portalpraxen wo dann der Patient hingeht wo man dann entscheidet so du kannst wieder nach Hause oder du musst doch stationär bleiben Und ich glaube, in diese Richtung ist noch sehr viel Potenzialer.

00:29:58: Sparen gründe man auch wenn man die Prävention weiter ausbaut.

00:30:01: Da wurde ja auch eher dran gekürzt.

00:30:04: Ich denke jetzt nochmal an die Hautkrebsvorsorge weil mit einer guten Prävenzion und auch wirklich dann Bildung im Gesundheitswesen.

00:30:14: da lassen sich doch die einen oder anderen Kosten reduzieren.

00:30:19: Wobei das mit der HautkreBS-Vorsorge Evidenz basiert mit reingenommen wurde, weil sich gezeigt hat dass die nicht so effektiv ist wie man ursprünglich gedacht hat.

00:30:29: Wo ich jetzt ganz gerne noch ein bisschen darüber reden wollte war auch das Thema Pharmaindustrie welche alle die spielt in dem Gesetz aber auch spielen könnte und da sie ja Pharmareferenten sind ist für mich der Bogen so ein bisschen gespannt.

00:30:43: Die Tagesschau berichtet das halt in diesem Gesetz Es noch Änderungen gab, relativ kurzfristig eben für die Pharmaindustrie.

00:30:51: Den Plänsefolge sollte der gesetzliche Hersteller Abschlag auf Medikamente Für das Jahr setzten sieben von sieben auf fünfzehn Komma Fünf verdoppelt werden.

00:31:01: Im Anschluss sollte es dem ursprünglichen Entwurf zufolge eine dynamischen anpassbaren Preisabschlag geben, der ist nun eben nicht mehr im Gesetz gelandet.

00:31:09: Laut dem Spiegel hätte der dynamische Abschlag langfristig mehr Geld eingebracht – konkret eine Milliarde Euro jährlich!

00:31:16: Hier, so berichtet die Tagesschau, ist die CDU-Ministerin Waken offenbar auf den Druck der Pharmabranche eingegangen, die mit Standortverlagerungen gedroht hatten?

00:31:26: Wie würden Sie das einordnen?

00:31:29: Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass die böse Pharmaindustrie mal wieder droht.

00:31:35: Wir haben alle Corona es noch gar nicht so lange her.

00:31:37: Da haben wir alle nach der Pharma-Industrie gerufen.

00:31:39: Warum haben wir diese Medikamente nicht da?

00:31:41: Wenn im Winter Fiebersäfte nicht lieferbar sind ist es die Bösepharmaindustrie, die ja nicht mehr in Deutschland produziert.

00:31:48: Wenn wir in den Forschendenbereich gucken, wie viele warmer Firmen forschen denn noch in Deutschland.

00:31:52: Die kann man wirklich langsam an ein bis zwei Händen noch abzählen und die brauchen wir.

00:31:58: Man kann sicher sparen im Bereich der Arzneimittel aber wir brauchen auch eine gesunde Forschung in unserem Land.

00:32:09: Also die Pharmaindustrie wurde letzten Jahre wirklich auch ordentlich, ordentlich beteiligt.

00:32:13: Da haben wir ja angefangen mit einem Arzneimittel Neuordnungsgesetz da hatte die FDP noch den Bundesgesundheitsminister gestellt wo man wirklich schon sehr massiv die Pharma Industrie eingeschränkt hat mit dem ganzen Rabatten um was dann alles nachkam.

00:32:27: und dann mussten sie ja auch nachweisen inzwischen dass es wirklich Neuerungen sind.

00:32:31: wenn sie etwas neues auf den Markt bringen und wir vergessen nicht das die Entwickler eines neuen Präparates auch mal schnell im sehr hohen Millionenbereich bis hin zu einer Milliarde ist und das dann auch immer wieder passieren kann, habe ich gerade neulich von gehört dass in der Phase drei Studie des Medikamenten doch rausfällt.

00:32:47: Und bis dahin sind schon einige hundert Millionen ausgegeben.

00:32:51: und da müssen wir uns natürlich überlegen wollen wir das?

00:32:53: Wollen wir es haben, dass wir die Forschung bei uns in Deutschland behalten oder wollen wir uns immer mehr abhängig machen von Asien und von den USA?

00:33:02: Jetzt bin ich ja trotzdem in Deutschland medikaner.

00:33:04: Preise Im Internet ist noch ein Tag relativ hoch.

00:33:08: Woran liegt das?

00:33:09: Könnte das mit der Mehrwertsteuer zusammenhängen?

00:33:12: Meinen Sie es lässt sich nur auf diesem Faktor runterbrechen?

00:33:15: Es macht sicher viel aus, also ziehen sie mal zwanzig Prozent ab dann sind sie ganz schnell auf dem Niveau was wir auch im Ausland haben.

00:33:21: Also die kennen uns ja so ein bisschen beide Welten Die Plankhaushalte, die Farmerseite.

00:33:29: Sie würden jetzt sagen in dieser diesem Spektrum von solch die Pharmaindustrie mehr beitragen oder sollte sie weniger belastet werden, würden Sie eher steuern Richtung weniger belasted werden?

00:33:42: Ich würde auf jeden Fall Steuern in Richtung nicht mehr belastete werden und würde mir auch wünschen dass es da öfter auch Gespräche gibt mit der Pharma-Industrie.

00:33:51: Was was die sich wünscht und was die brauchen.

00:33:54: und ich habe sie nach dreien Westfalen gesehen das sind auch schon einige warme Unternehmen dann weggegangen, die nach Berlin gegangen sind oder gar ins Ausland gegangen sind und das finde ich eben sehr, sehr schade.

00:34:06: Also mit Blick auf den Forschungsstandort Deutschland auch.

00:34:10: Dann gab es noch viel Aufregung wegen einer anderen Sache, einem anderen Vorschlag.

00:34:16: Es soll die Krankschreibung jetzt nicht mehr nach drei Krankheitstagen, sondern schon ab dem ersten Krankheitstag geben und auch die Telefonische-Krankschreibung zur Wegfallen.

00:34:27: Das hat ja, denke ich mal in jedem Bildschirm irgendwie geschafft.

00:34:34: diese Nachricht da haben sich viele Leute schon darüber aufgeregt Was sagen Sie denn zu diesem Vorschlag?

00:34:39: Also von dieser Krankschreibungen ab dem erster Arbeitstag halte ich überhaupt nichts weil es einfach ein Misstrauen gegenüber den Menschen in unserem Land ist.

00:34:46: Die Arztpraxen werden noch voller werden Jeder kennt es doch selber.

00:34:50: Man fühlt sich mal irgendwie nicht gut, hat das Falsches gegessen, sitzt einen halben Tag auf Toilette und trinkt dann Tee ist ein bisschen Zwiebacken und am nächsten Tag kann man schon wieder arbeiten gehen.

00:35:00: oder will man auch schon wiederarbeiten gehen.

00:35:01: Und ich denke, dass ist auf jeden Fall der falsche Weg also.

00:35:05: Was ja damit so ein bisschen bezweckt werden soll, ist eben, dass Leute weniger krank sind, sich weniger krankschreiben lassen.

00:35:11: Glauben Sie, das führt dazu?

00:35:14: Oder führt's eher ins Gegenteil?

00:35:17: Ich glaube, das führt eher ins Gegenteil.

00:35:19: Dass dann eben auch die, die es auch mit dem Stupf noch zur Arbeit gehen, dass da der Arzt an jede Kurier sich jetzt mal richtig aus und das könnte nach hinten losgehen.

00:35:28: Ich finde diesen Aspekt mit Misstrauen in die Völkerung quasi also der Staat diesen Mechanismus jetzt quasi aufstellt weil er den Leuten nicht vertraut finde ich sehr interessant, weil das ist etwas was ich in ganz vielen Bereichen sehe ja auch schon öfter erwähnt im Podcast an verschiedenster Stelle.

00:35:47: Dass wir um wegen diesem Misstrauen sehr viele Sicherheitsmechanismen installiert haben die dann natürlich auch zu Bürokratie und Co.

00:35:56: führen.

00:35:57: Die aber vor allem auch dazu führen dass die Leute das Gefühl haben okay man vertraut mir nicht.

00:36:03: Dadurch entsteht dann vielleicht auch noch mal ein gegenseitiges Misstrauen eben in den Staat.

00:36:09: Und da kommt halt für mich wieder diese Misstraun, diese Demokratie Perspektive rein, dass das dem System als Ganzes wiederum schaden kann und dass wir da vielleicht manchmal ein bisschen zu Deutsch sind oder es ist zu sicher zu Bulletproof haben wollen aber am Ende dann das eigentliche Ziel irgendwie verfehlen.

00:36:35: Jetzt würde ich zum Ende hin ganz gerne noch ein bisschen übers Wetter sprechen, es ist jetzt gerade wir sitzen hier im Landtag es ist relativ warm, ich schwitze schon das ganze Gespräch über und ich kann natürlich jetzt wenn ich jetzt gleich hier losfahre, kann ich schwimmen gehen mich ein bisschen abkühlen.

00:36:55: die Patienten in dem Krankenhaus können das nicht so gut.

00:36:59: Jetzt war es die letzten Wochen schon sehr heiß, diese Woche ist es sehr heiß.

00:37:03: Die nächsten Jahre der Trend geht zu warmerem Wetter und da ist natürlich die Frage wie können wir denn jetzt auch aus einer gesundheitlichen Sicht die Patientinnen und Patienten schützen?

00:37:14: Das wird eine Mammutaufgabe werden weil die meisten Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen da überhaupt noch nicht darauf ausgerichtet sind.

00:37:22: und natürlich die behelfen sie mit einfachen Maßnahmen die man's auch zu Hause tut und man dunkelt die Räume morgens Ab abends macht man eben mal Stoßlüften.

00:37:30: Ist natürlich in einem Krankenhaus alles deutlich, deutlich schwieriger und da muss das Land jetzt auch ein bisschen liefern.

00:37:37: also wir haben auch im Ausschuss heftigste Debatten dazu gehabt und Schwarz-Grün beruft sich immer ganz gerne auf den Antrag denn sie sind seit Jahrzehnteinzwanzig gestellt haben sogar im Winter, das sind die ganz stolz drauf.

00:37:47: Aber es ist bisher eben nicht viel passiert.

00:37:50: Die Häuser bekommen Geld, sie haben auch die Anweisung gekriegten Drittel dafür für Klimaschutzmaßnahmen auszugeben.

00:37:56: aber das wird bei Weiten nicht reichen.

00:37:58: da fehlt dann schon noch einiges und wir haben das gesehen.

00:38:02: Wir haben eine definitiv Übersterblichkeit in diesem Juni also sehr wahrscheinlich hitzebedingt und da müssen Ja, noch einiges liefern.

00:38:14: Also das eine Wochenende war sehr, sehr intensiv und ich hatte dann noch mit einem befreundeten Bestatter gesprochen und der hat normalerweise vierzig Plätze in denen ja die Verstorbenen dann würde voll

00:38:31: präsentiert auch.

00:38:33: Präsentieren vor allem eigentlich lagert entsprechend lagert.

00:38:38: er hat jetzt diesen Sommer oder an diesem Wochenende hatte es siebzig Tote bei sich im Institut gehabt also sich da bequem können, siebzig waren dann da und sonst im Sommer hat er eigentlich in der Regie nur zwanzig verstorben.

00:38:51: Das zeigt schon was die Hitze hier einiges bewegt hat.

00:38:55: Jetzt denkt man sich okay erst müssen wir halt irgendwie alle Patientenzimmer klimatisieren zum Beispiel natürlich langfristig eine Infrastruktur schauen das auch in privaten natürlich da auch besser vor Hitze geschützt wird weil viele dieser Hitze tote Passieren ja eben auch einfach zu Hause.

00:39:13: Aber jetzt mal auf die Perspektive der Krankenhäuser, weil da war ich jetzt auch im Patientenzimmern wo ich dann hinterher wieder rausgehen konnte zum Glück aber in dem Zimmer waren halt über dreißig Grad.

00:39:24: den Patienten geht sowieso schon nicht gut.

00:39:26: Die sind ja nicht oben sonst am Krankenhaus und das kommt dann noch obendrauf was natürlich einfach also eine Tortur ist.

00:39:33: Gleichzeitig ist es ein altes Gebäude.

00:39:38: Ja, es ist nicht so leicht einfach zu sagen okay wir klimatisieren jetzt alles und vor allem ist das nicht so günstig.

00:39:43: Und wenn wir schon in dieser Debatte sind ok eigentlich wollen wir ein bisschen Kosten sparen wie passt das denn dann zusammen?

00:39:48: also die kriegen wir da jetzt eine Lösung raus?

00:39:53: Da ist das Land in der Pflicht sich darum zu kümmern und ich hoffe da kommt noch mehr.

00:39:58: und wenn Sie sagen ein altes Gebäude die sieht ja dann auch so'n bisschen kühl, ist das schwierig sind dann diese achtziger Bauwerke.

00:40:06: Ich mache mir aber auch nicht nur Sorgen um die Patienten, wo man sicher jetzt mit Kühl- und Lüftungsgeräten einfach improvisieren muss.

00:40:13: Und da muss man dann vielleicht von der Bürokratie her auch mal ein bisschen die Augen zumachen und sagen so wir müssen jetzt für Abkühlung sorgen.

00:40:19: ich mach mir vor allem auch Sorgen über die Mitarbeiter dort weil sie kamen ja jetzt die letzten Tage auch extrem an ihre Grenzen.

00:40:25: Der Rettungsdienst war dauernd im Einsatz.

00:40:27: Die sitzen dann wieder in den überheizten Aufenthaltsräumen, überheizen Rettungswahren.

00:40:33: Ich habe schon gesagt, und da ist es mir auch sehr ernst.

00:40:35: Ich möchte die nächsten Jahre nicht mehr erleben dass irgendwo ein Minister lächelnd einen Band durchschneidet zur Einweihung von einer Rettungswache oder von einem Pflegeheim oder vom Krankenhaus Und die Räume sind nicht klimatisiert.

00:40:46: also da muss auf jeden Fall sehr darauf geachtet werden.

00:40:50: Vielen Dank für ihre Zeit und den spannenden Austausch.

00:40:52: das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

00:40:54: Ja mir auch, vielen Dank!

00:40:56: Und vielen Dank auch an alle die zugehört haben.

00:40:58: in zwei Wochen geht es weiter.

00:41:00: Bewertet den Podcast gerne auf Spotify oder der Podcast-Plattform eurer Wahl.

00:41:05: Schaut auf Instagram und TikTok vorbei, lasst euch nicht von all dem unterkriegen was schlecht läuft in unserer Welt!

00:41:10: Die einzige Konstante in der menschlichen Geschichte ist das alles sich immer verändert.

00:41:15: Frage's nur wohin?

00:41:16: Wir haben es in der Hand.

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