§ 218, Femizide und Frauenrechte - Was muss sich ändern?
Shownotes
In dieser Episode spreche ich mit Zohal - Sie studiert Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal, kommt aus Solingen, hat viel zu sagen und ich habe viele Fragen: Wie läuft Integration eigentlich in Deutschland ab? Wie unterscheidet sich das Frauenbild im Westen von anderen Ländern? Wie hat sich die Rolle der Frau in der Gesellschaft verändert? Wie groß ist das Problem der Femizide? Brauchen wir eine andere Regelung für Schwangerschaftsabbrüche? Und natürlich wie immer: Was hat das ganze mit unserer Demokratie zu tun?
Aufgenommen am 03.07.26 gegen 10Uhr.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen bei Deutschland Deine Demokratie.
00:00:03: Mein Name ist Marc Hamacher und ich spreche hier alle zwei Wochen mit spannenden Gästen rund um Demokratie und Politik.
00:00:09: Ich bin hierum etwas zu lernen von Menschen, die mich interessieren und über Themen, die ich für relevant halte.
00:00:13: Heute spreche ich mit Sohal.
00:00:14: Sie sind vierzehn Jahre alt, studiert Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal Kommt aus Solingen Und zusammen haben wir viel zu besprechen.
00:00:20: Wie läuft Integration eigentlich in Deutschland ab?
00:00:23: Wie unterscheidet sich das Frauenbild im Westen von dem in anderen Ländern?
00:00:26: Sind eigentlich alle Frauenfeministen?
00:00:28: Wie hat sich die Rolle der Frau in der Gesellschaft verändert?
00:00:31: Wie groß ist das Problem der Femizide?
00:00:34: Brauchen wir eine andere Regelung für Schwangerschaftsabbrüche?
00:00:37: und natürlich wie immer, was hat das Ganze mit unserer Demokratie zu tun.
00:00:46: Soal du wohnst ja in Soling und bist hier aufgewachsen.
00:00:50: jetzt hast mir bereits erzählt dass deine Familie aus Afghanistan kommt mit... zu Beginn vielleicht mal etwas über den Prozess erzählen, wie deine Familie nach Deutschland gekommen ist.
00:00:59: Wie das so Stück für Stück ablief und wie deine Familie den Integrationsprozess wahrgenommen
00:01:05: hat?
00:01:05: Ja sehr gerne.
00:01:06: also.
00:01:06: meine Familie hat sich damals entschieden auf Afghanistan zu fliehen.
00:01:09: Das war neunzehntundseixundneinzig aufgrund der Umstände dort aufgrund des Krieges auch auf Grund der Taliban Und sie sind mit dem Flugzeug nach Deutschland.
00:01:18: Sie hatten quasi nur wenig von ihrem Hab und Gut mitgenommen, haben alles dort stehen und liegen lassen und sind nach Deutschland gekommen.
00:01:25: Und als sie an Frankfurt gelandet sind, du musst dir vorstellen, sie konnten die Sprache nicht.
00:01:30: Sie wussten nicht wie sie sich orientieren sollen.
00:01:33: Sie hatten gar keine Ahnung!
00:01:35: Dann standen sie da und wurden er in die Hand genommen.
00:01:39: Sie wollten erstmal direkt die deutsche Sprache lernen.
00:01:42: Das lief sage ich mal sehr schwierig weil du musst halt vorstellen wenn jemand der Sprache die Sprachen nicht vertraut ist ist es halt schwierig reinzufinden.
00:01:51: Und wie der Integrationsprozess so ein bisschen lief, also erst mal waren sie auch in einer Unterkunft für Geflüchtete und bis die dann eine Wohnung bekommen haben.
00:02:01: das hat ein bisschen gedauert und Sie waren sehr jung damals.
00:02:05: Also meine Mama war beispielsweise auf fünfzehn Jahre alt.
00:02:07: ja
00:02:08: und da war auch das Thema Schule Bildung auch ein Thema und Dann ist es einfach gewesen dass sie danach Solingen gekommen sind.
00:02:18: Da waren sie tatsächlich an der Miltre-Chale Schule und sind dort in die zehnte Klasse gegangen, damit Sie nochmal die Sprache lernen.
00:02:25: Damit Sie auch ein bisschen integriert werden im deutschen Schulprozess.
00:02:28: Und da haben Sie die Sprach angefangen zu lernen.
00:02:30: Hatten noch Sprachkurse bekommen also hatten auch tolle Lehrer total unterstützend.
00:02:34: Auch die Stadt Solingen hat damals meine Familie sehr weiter geholfen aber auch private Menschen Die einfach Lust hatten meine Familie zu integrieren und das war ein gegenseitiger Prozess quasi.
00:02:45: Also meine Familie hatte Interesse sich zu integieren weil Sie natürlich auch Deutschland etwas zurückgeben wollten, weil Deutschland ist ihre neue Heimat in dem Sinne.
00:02:53: Natürlich haben sie die afghanischen Wurzeln nicht vergessen!
00:02:56: Das so kurz zum Integrationsprozess.
00:02:59: Und warum genau nach Deutschland?
00:03:01: War das eine lange geplante Entscheidung oder war es eher so ne Art Hock?
00:03:05: okay... Es wird uns hier zu gefährlich.
00:03:08: wir müssen irgendwie weg und dann ist Deutschland mehr oder weniger die Konsequenz gewesen?
00:03:12: Teils teils muss ich ganz ehrlich sagen, weil meine Verwandtschaft ist auch nach Deutschland gekommen und die waren schon ein bisschen vorher da Und ich glaube, das hat auch eine große Rolle gespielt.
00:03:20: Dass sie gesagt haben okay Deutschland weil wir haben dort Bekannte Auch wenn sie nicht in derselben Stadt waren aber zumindest im selben Land.
00:03:26: und Deutschland aufgrund der Demokratie Weil meine Familie immer eine positive Assoziation mit Deutschland Das Land der Demokrati, das Land wo Menschen herzlich willkommen sind.
00:03:35: Aber meine Familie möchte auch wie gesagt Deutschland etwas zurückgeben und hat sich super integriert.
00:03:41: Sie arbeiten alle können die deutsche Sprache sehr gut.
00:03:43: klar Du merkst dass Deutsch nicht ihre Muttersprache ist es doch gar nicht schlimm.
00:03:47: Deswegen war Deutschland quasi ihre Entscheidung.
00:03:50: Und du hast eben gesagt, dass deine Eltern so an die Hand genommen wurden?
00:03:54: Also in den neunzig Jahren da zu dem Zeitpunkt glaubst du das da ja die Willkommenskultur eine andere war als es heutzutage der Fall ist?
00:04:03: Ja
00:04:04: ich muss ganz ehrlich sagen schon.
00:04:05: Ich glaube damals waren die Menschen ein bisschen offener und haben eher miteinander gesprochen
00:04:09: und
00:04:09: ich glaube Da war auch das Interesse groß.
00:04:11: okay was is denn Afghanistan überhaupt?
00:04:14: Was ist eine afghanische Kultur?
00:04:15: da ging's halt viel mehr darum miteinander zu sprechen und heutzutage habe ich irgendwie das Gefühl, dass es eher ein Gegeneinander geworden ist.
00:04:22: Ich hab das Gefühl ,dass die Vorurteile auch steigen und anstelle dass man irgendwie fragt oder irgendwie die Hintergründe wissen möchte warum einen mensch geflogen ist wird direkt gesagt ja warum bist du überhaupt nach Deutschland gekommen?
00:04:35: Wir sind schon viele hier!
00:04:36: Und das finde ich so'n bisschen schade um ehrlich zu sein weil Ich mehr so denke, du musst halt auch einen Beweggrund einer Person nachvollziehen können.
00:04:45: Und das finde ich ist ein bisschen verloren gegangen.
00:04:49: Glaubst Du dass wenn man jetzt sagen wir mal kommt hier hin und man erfährt direkt eher so'n Gefühl von Ablehnung?
00:04:58: Und Man Ist ja nicht Willkommen Dass Das Aus So einem Integrationsprozess Dann Erschaden Kann?
00:05:03: Definitiv Wenn Du das Gefühl hast dass Du Nicht Willkommen Bist dann Ist Auch Deinerseits Die Motivation Nicht Hoch Zu Sagen Okay, ich möchte auch integriert werden.
00:05:12: Weil Integration ist für mich ein gegenseitiger Prozess.
00:05:16: Wenn die Person, die geflüchtet ist nicht integriered werden möchte aber die andere Partei versucht sie kontinuierlich zu integrieren das wird nichts genauso andersrum.
00:05:24: also Ich finde wenn du von Anfang an so eine Ablehnung erlebst dann beeinflusst sich das leider negativ.
00:05:31: und Du hast eben gesagt bei deine Familie ging es relativ ja schnell dass sie Sie waren motiviert, Sprache gelernt, Schule gegangen und Job gefunden.
00:05:43: Haben sie dabei Unterstützung bekommen oder waren sie eher so ein bisschen auf sich alleine gestellt?
00:05:47: Sie haben definitiv ganz viel Unterstützung bekommen auch durch die Nachbarschaft.
00:05:50: also zum Beispiel da haben sie auch gefragt ja was kannst du mir empfehlen?
00:05:56: wie funktioniert das überhaupt mit dem Bewerbungsprozess?
00:05:58: Ja Auch durch die Schule haben sie ganz viele Unterstützung bekommen weil sie wussten gar nicht okay bewerbungsprozesses ist Teil von Deutschland, das gehört halt dazu um beruflich irgendwie einen Einstieg zu finden.
00:06:06: Da hatten sie ganz viel Hilfe bekommen.
00:06:08: und auch wie ist so ein bisschen die deutsche Arbeitskultur?
00:06:12: Ja weil man muss schon sagen die deutsche Kultur von der afghanischen Kultur, die unterscheidet sich schon Und da haben Sie halt sehr viel Hilfe gekommen und das hat auch wunderbar geklappt.
00:06:22: Jetzt würde ich einmal so ein bisschen über die Hintergründe sprechen, wie das jetzt heutzutage abläuft.
00:06:29: Ich habe da mal nachgelesen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
00:06:31: Die haben das relativ überschaubar dargestellt was jetzt passiert wenn eine Person beispielsweise aus Afghanistan heutzudage nach Deutschland kommt.
00:06:41: also werde ich jetzt mal ein bisschen monolog halten für den Moment.
00:06:45: Also eine Person kommt auf Deutschland und stellt erstmal einen Asylantrag beim Bundesamt für Migrations- und Flüchtlinge.
00:06:51: Die Person kommt dann in eine Erstaufnahmeeinrichtung, wo sie Unterkunftessen medizinische Grundversorgung bekommt.
00:06:57: Daten werden erfasst und das Ganze kann Wochen bis eben Monate dauern.
00:07:02: Die Personen werden dann in einer Kommune verteilt etwa in Flüchtlingsunterkünfte und wenn es gut läuft dann später in eine eigene Wohnung.
00:07:11: Bei der Wohnungssuche wird man durch Sozialarbeiter oder auch durch Ehrenamtler unterstützt.
00:07:15: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entscheidet dann über den Asylantrag, und man erhält entweder eine Aufenthaltserlaubnis – oder eben nicht!
00:07:22: Wenn man diese Aufentherlaubnis bekommt kann man sich für Integration- und Orientierungskurse anmelden.
00:07:28: Hier werden dann Sprache sowie Geschichte, Politik und gesellschaftliche Strukturen vermittelt.
00:07:32: Nach Erteilung einer Arbeitserlaufnuss kann die Person arbeiten.
00:07:37: grob der Prozess über das Thema, wenn man jetzt hier quasi kein Aufenthaltserlaubnis bekommt.
00:07:43: Wenn man geduldeter ist zum Beispiel da werde ich noch in einer anderen Podcast Episode mehr zu berichten, mehr dazu sprechen.
00:07:52: Jetzt mal ganz kurz was ich so rausgesucht habe Was so Kritik is an dem aktuellen Prozess wie es aktuell abläuft also von mehreren Seiten und dann sprechen wir ein bisschen darüber Wie wir das finden.
00:08:04: Also erstmal die Kritik die man sicherlich schon oft gehört hat, dauert alles irgendwie sehr lange.
00:08:10: Also das Asylbefahren dauert sehr lange und der bürokratische Aufwand ist immens!
00:08:15: Dann das Thema fehlende Anerkennung von Abschlüssen.
00:08:18: also Leute, die bei sich nicht in einem anderen Land Arzt waren und dann hier Ewigkeiten warten bis irgendwas anerkannt wurde noch tausend Sachen nachmachen müssen quasi erst mal wieder als Praktikant im Krankenhaus arbeiten bis sie dann irgendwann wirklich wieder das machen können, was sie eigentlich schon Jahre oder Jahrzehnte gemacht haben.
00:08:38: Oder was ich auch schon häufig gehört habe Leute die halt Lehrer oder Ärzte waren und dann hinterher als Reinigungskraft arbeiten weil diese Abschlüsse nicht anerkannt wurden.
00:08:50: Dann Kritikpunkt dass die Wege in Arbeit zu kompliziert sind.
00:08:54: also eine Arbeitserlaubnis dauerte eben sehr lange und es ist auch hier wieder bürokratisch sehr aufwendig.
00:09:02: Sprachförderung reicht nicht aus.
00:09:03: Also ich habe ja eben gesagt, es gibt diese Integrations-, es gibt die Orientierungskurse... Ich hab mich da auch mal so durchgeklickt auf der Website.
00:09:09: okay wenn ich jetzt versuchen würde da was zu organisieren Da gibt's es durchaus Angebote, da habe ich auch bei mir in der Nähe Angebote gefunden.
00:09:17: aber die Kritik ist Es gibt zu wenig Kurzplätze Die Wartezeiten sind zu groß und die Finanzierung ist einfach unzureichend.
00:09:25: also man hat das vielleicht mitbekommen dass da in den letzten Jahren auch eher die Gelder gestrichen wurden.
00:09:30: Ich kenne auch ein paar Leute, die so in dem Bereich arbeiten, die sagen okay da sind Stellen weggefallen, Kollegen wurden irgendwie entlassen.
00:09:37: Da wird gerade eher gekürzt.
00:09:40: Nächster Punkt Wohnraum ist knapp.
00:09:42: dadurch muss man dann meistens so die billigsten Wohnungen nehmen, die es gibt.
00:09:48: das wiederum würde ja so Richtung Parallelgesellschaften und eher Segregation statt Integration.
00:09:55: hatte ich ja mit dem Ines auch schon bisschen mehr im Detail drüber gesprochen.
00:09:59: und gerade von konservativer Seite kommt, zu dem der Kritikpunkt das Deutschkenntnisse nicht genug eingefordert werden.
00:10:07: Also nicht genug Druck erzeugt wird um eben die deutsche Sprache zu lernen sondern es ist ja mehr oder weniger bisher so ein System.
00:10:14: Es gibt diese Angebote aber die Leute müssen schon eine große Eigenmotivation mitbringen.
00:10:21: Die Leute müssen sich sehr damit auseinandersetzen Wie das alles abläuft, wie sie das organisieren.
00:10:29: Und da muss natürlich auch ein eigener Wille dahinter sein.
00:10:31: und gerade von Union zum Beispiel kommt ja auf der Kritikpunkt, dass da einfach eine Pflicht hinterstehen sollte oder was in die Richtung.
00:10:40: Die Gegenposition lautet hingegen, dass viele Geflüchtete Deutsch lernen wollen und arbeiten wollen.
00:10:45: Die bürokratischen Hürden aber einfach zu groß seien und eben diese Integrationsangebote unterfinanziert sein.
00:10:52: So, das war jetzt sehr viel Kontext.
00:10:54: Ich wollte nur einmal ganz kurz grob darstellen wie die Debatte aussieht was so verschiedene Perspektiven auf das Thema sind.
00:11:03: Grundsätzlich hört man ja immer wieder Das hast du eben auch schon mal so.
00:11:05: grob gesagt Integration ist keine Einbahnstraße.
00:11:08: Also es funktioniert halt Startungsangebote machen Die Leute müssen irgendwie eine Motivation mitnehmen.
00:11:15: Wie würdest Du das denn jetzt bewerten?
00:11:17: Macht der Staat seine Arbeit Oder macht er sie nicht?
00:11:21: Oder wollen sich die Leute nicht genug integrieren?
00:11:23: oder ist beides irgendwie falsch, weil man würde ja schon also ich würde schon behaupten aus das was ich so lese mitbekomme dass Integration oft sehr gut funktioniert aber oftmals auch eben nicht.
00:11:36: und da ist natürlich die Frage woran hakt
00:11:38: es.
00:11:39: Also ich finde viel hat die Bürokratie beizutragen weil wenn du halt von vornherein weißt okay Ich muss jetzt einen Antrag stellen was auch richtig ist aber es dauert zu lange viele Papiere und das Deutsch, was in den Papieren steht.
00:11:54: Das ist für den Leyen vielleicht erst mal unverständlich!
00:11:56: Und bis du durch diesen bürokratischen Prozess durch bist, dann musst du uns ein bisschen bangen ob das überhaupt funktioniert.
00:12:02: Bezüglich der Arbeitserlaubnis, dass es auch so sehr komplex ist... Also ich finde man sollte dem bürokratischen Aufwand wirklich reduzieren gerade auch bezüglich die Abschlüsse.
00:12:11: Wir haben so viele Geflüchtete, die in anerkannten Medizinabschluss haben oder als Lehrkraft tätig sein können.
00:12:17: Und wir haben hier so einen großen Fachkräftemangel und man hört so oft dass es einfach so schwer ist für sie hier einzusteigen.
00:12:25: das finde ich total schade.
00:12:26: Dann heißt es ja wir haben ein Fachkräftemangel.
00:12:28: was können wir dagegen tun?
00:12:30: Das Vereinfachen!
00:12:31: Das sind anerkante Abschlüsse.
00:12:33: Das ist für mich der erste Punkt wo ich die Kritik sehr gut nachvollziehen kann.
00:12:38: Andererseits die deutsche Sprache.
00:12:40: klar Wenn du in einem Land kommst, dann finde ich musst du selber auch die Überzeugung haben.
00:12:46: Ich möchte die Sprache lernen.
00:12:47: Es wäre genauso wie wenn ich sage, ich möchte gerne nach Spanien auswandern.
00:12:50: Ich muss die spanische Sprache können!
00:12:52: Damit sage ich nicht dass man die Sprach perfekt sprechen muss sondern einfach das du dich im Alltag verstehst oder auch im beruflichen Kontext.
00:12:58: Die deutsche Sprache ist eine schwere Sprache und keiner erwartet dass man auf Muttersprachler-Liveau kann.
00:13:06: es geht darum dass man das kann und sprechen kann finde ich schon, dass der Starter etwas mehr Druck ausüben kann.
00:13:13: Aber nicht zu viel!
00:13:14: Weil im Endeffekt wenn du jemanden zu etwas zwingst weiß ich nicht ob das so den Eigenwillen fordert.
00:13:21: Ja die Frage wie effektiv das dann ist, aber mit Druck kann man ja auch manchmal wieder eher Ablehnung schaffen.
00:13:29: Genau.
00:13:30: Die Frage wie das genau ausgeschaltet wird.
00:13:32: und was ich auch noch sagen wollte
00:13:35: Ich finde,
00:13:36: man kann auch mehr Angebote machen seitens des Staats.
00:13:38: Klar es gibt Sprachkurse aber auch unabhängig von der Sprache beispielsweise so einen Tag der offenen Tür bei unterschiedlichen Unternehmen wo jeder herzlich willkommen ist und sich mal die Arbeitskultur anschauen kann oder dass man mit Menschen im Gespräch ein Austausch kommt.
00:13:53: Dass man sagen kann ja was ist deine Geschichte?
00:13:55: Wo stehst du gerade?
00:13:56: wie können wir dich unterstützen?
00:13:58: Und ich glaube, wenn du so offen jemandem begegnest wird die Person sich auch öffnen und vielleicht hat die Person von sich aus eine Ablehnungshaltung.
00:14:06: verschwindet diese dann.
00:14:07: Wenn man in einen Austausch kommt.
00:14:09: Das ist immer ein bisschen die Frage.
00:14:11: also wir haben ja Angebote aber vielleicht bräuchte es mehr ein aktives Zugehen auf die Leute dass man sie halt wirklich an die Hand nimmt und sagt okay hier wir schauen mal zusammen das sind die Angebote, die es gibt.
00:14:29: Das würde vielleicht für dich Sinn machen und dass man dann wirklich auch diese Vermittlung in Arbeit erstens schneller geht und man da zusammenweg findet.
00:14:39: eben auch, wie du es gesagt hast, dass die Abschlüsse schnell durchsind und dass so ein bisschen verzichtet wird, das alles zu perfekt machen zu wollen sondern einfach mal zu sagen okay, die Person hat jetzt hier zehn Jahre an der Schule unterrichtet diese Sprache oder dieses Thema auch unterrichten kann, sobald die Person vernünftig Deutsch kann.
00:15:02: Da gibt es sicherlich Mittel und Wege, dass man da Kompromisse findet.
00:15:07: Und dann ist natürlich die Frage... Auch ob dieser Arbeitserlaubnis nicht vielleicht eher erst... Also es gibt ja so Systeme das man sagt.
00:15:17: Die Leute arbeiten erstmal, stellen dann diesen Arbeitserlaubnis zwei, drei Monate später kommt die dann aber bis dahin kann die Person erst mal arbeiten.
00:15:27: Also es ist ja ganz viele Länder machen das neuerdings nach diesem Prinzip oder versuchen Gesetze umzustrukturieren dass es so funktioniert weil die Ämter ja einfach überfordert sind auch wegen dem Fachkräftemangel zum Beispiel.
00:15:41: und wenn man dann sagt okay die Person darf erstmal alles und wir prüfen das im Nachhinein da kann man immer noch die Personen wieder rausziehen in Arbeit, weil das finde ich ist... was mir so aufgefallen ist allgemein in den letzten zehn Jahren.
00:15:56: Was mir so ein bisschen fehlt dieser Gedanke, den du ja eben auch geäußert hast okay wir haben hier total das Problem mit Arbeitskräftemangel Wir brauchen die Leute dringend aber wir tun dann doch relativ wenig um die Leute, die ja hier hinkommen da rein zu vermitteln.
00:16:14: also Die Angebote irgendwie sind ja da, aber wirklich konkret die Leute in Arbeit zu vermitteln und auch damit Unternehmen zusammenzuarbeiten.
00:16:25: Das fehlt mir so ein bisschen!
00:16:27: Das fehlt mich auch tatsächlich.
00:16:28: und da hört man die Debatte... Ja, die Geflüchteten nehmen uns die Arbeitsplätze weg.
00:16:32: das stimmt nicht.
00:16:33: Da kommt man direkt hier wieder was ich halt angesprochen habe damals wäre so ein Satz vielleicht ganz selten gefallen.
00:16:38: Heutzutage hörst du das sehr oft, was ich total schade finde anstatt zu sagen wir freuen uns dass Geflüchtete auch mit arbeiten können Das sind auch keine Geflüchte.
00:16:48: Ich finde man sollte von diesem Statusdenken auch runter kommen weil Ein Mensch ist ein Mensch egal welche Herkunft egal wo er her kommt.
00:16:55: Das finde ich so wichtig als man diesen Gedanken hat Weil Es ist nicht einfach für meine Familie was auch nicht einfach damals ihre afghanische Heimat zu verlassen.
00:17:03: Sie sind noch nie, die sind gar nicht mehr zurück nach Afghanistan gekehrt.
00:17:06: also sie sind jetzt seit dreißig Jahren in Deutschland sind noch Nie wieder zurück nach afghanistan gegangen weil es auch nicht geht aber auch weil sie deutschland als ihre heimat ansehen sind auch deutsche staatsbürger.
00:17:16: Aber sie hat nie das gefühl irgendwie nicht willkommen zu sein.
00:17:18: aber wenn du die heutigen Geflüchteten betrachtest wo dann gesagt wird ja die nehmen doch unsere arbeitsplätze weg was wie fühlt sich denn diese person und das finde ich sollte man von diesem gedanken weg kommen an stelle so sagen Ja die nehmen mir etwas weg.
00:17:30: man sollte so denken Sie geben uns etwas und ich finde das ist eine Bereicherung.
00:17:34: Ja genau, das ist ja so ne AfD-Rhetorik quasi die natürlich auch unter ökonomischen Gesichtspunkten sehr wenig Sinn macht.
00:17:43: Wie war das denn für deine Familie?
00:17:46: Es ist ja schon schwer irgendwie dann so ein Heimat aufzugeben sag' ich jetzt mal.
00:17:50: und es hier immer die Frage integriert man sich so komplett dass man sich quasi assimiliert Einfach nur noch Deutsch oder hat man halt noch seine Wurzeln, seine Kultur?
00:18:04: Also lebt man sozusagen in beiden Welten.
00:18:06: Das stelle ich mir persönlich so ein bisschen schwierig vor.
00:18:12: Ja wie war das für deine Familie?
00:18:14: also meine Familie?
00:18:15: Sie fühlen sich sehr afghanisch aber auch deutsch.
00:18:18: wenn ich das prozentual einschätzen könnte würde ich sagen sie fühlen mich eher afghanischer als deutsch sind trotzdem zwischen zwei welten würde ich beschreiben zum Beispiel was die arbeitskultur angeht disziplin Leistung.
00:18:28: Das sahen sie komplett deutsch, würde ich sagen?
00:18:30: Ja also wirklich das ist für Sie total wichtig und Sie nehmen die Arbeit auch manchmal ein bisschen zu ernst, muss ich ganz ehrlich sagen!
00:18:38: Aber sowieso was dass Essen angeht da sind sie total afghanisch aber auch was die Gastfreundlichkeit angeht.
00:18:43: Sie sind total offen, total herzlich haben keine Scheu davor Menschen irgendwie in den Arm zu nehmen irgendwie sie zu begleiten sind der überhaupt nicht scheu.
00:18:51: Das würde ich so ein bisschen ja wenn man das jetzt so stereotypisch bezeichnen kann Afghanisch bezeichnen Wenn ich das mal auf mich beziehe, weil ich bin hier geboren und aufgewachsen.
00:19:00: Ich würde sagen dass ich eher zwischen zwei
00:19:02: Welten stehe Und
00:19:04: ich immer sage ich bin deutsche mit afghanischen Wurzeln Weil ich bin beides!
00:19:08: Ich bin stolz auf die deutsche Seite, ich bin auch stolz Auf die afghanische Seite.
00:19:11: Beispielsweise Weihnachten ist bei uns zu Hause ein ganz großes Thema weil ich liebe Weihnachten Genauso wie Ramadan genauso wie Zucker- und Opferfest also It Das wird auch ganz groß gefeiert Bevor ich irgendwie auf der Welt war, meine Familie hatte gar nicht so viel mit Weihnachten zu tun.
00:19:26: Vielleicht weil sie das auch eher religiös verbunden haben.
00:19:29: aber Weihnachten ist ein Fest
00:19:30: des Zusammenkommens,
00:19:32: des...der liebsten und Ich liebe Weihnachten!
00:19:34: Ich bin zum kleiner Weihnachtseil, würde ich immer sagen Und ich würd sagen durch mich kommt eine Familie auch immer mehr Mit der deutschen Kulturnanführungsstrichen in Berührung Weil ich sage immer Ja, ich bin hier gewohnt aufgewachsen Deutschland ist Teil meiner Identität.
00:19:47: Ich bin ja auch Deutsche, das sag' ich immer.
00:19:49: Deswegen würde ich sagen Meine Familie fühlt sich Beides aber eher afghanisch, und bei mir ist es so... Bei mir ist das glaube ich
00:19:55: sogar andersrum.
00:19:56: Also für
00:19:57: mich Deutsch, aber auch natürlich afghanische.
00:19:58: Ich habe meine Wurzeln nicht vergessen Das merkt man mir auch an!
00:20:01: Ich kann noch die Sprache fließen sprechen.
00:20:03: Das ist mir ganz wichtig, mich meiner Muttersprache näher zu fühlen.
00:20:07: Das würde ich so beschreiben.
00:20:09: Aber war das für dich schwierig?
00:20:11: Also als du so aufgewachsen bist War das schwierig?
00:20:14: Weil man ist ja schon irgendwie immer vielleicht hin- und hergerissen zwischen zwei Welten.
00:20:19: Ich stell mir vor, gerade wenn man so heranwachsend ist und jung ist irgendwie dass es schwierig ist da seinen Platz in der Welt zu finden.
00:20:27: Total!
00:20:27: Also ich muss sagen als ich so vierzehn-fünfzehn war, da wusste ich gar nicht was bin ich eigentlich weil ich hab gedacht ich muss das eine sein oder das andere.
00:20:35: Bin ich Deutsch?
00:20:35: Oder bin ich Afghansch?
00:20:36: Aber ich habe nie das so betrachtet.
00:20:37: Ich kann noch beides sein Und das war für mich sehr sehr schwierig und ich habe ein paar Jahre gebraucht um auch selber zu reflektieren okay wer bin ich?
00:20:45: Was ist meine Identität?
00:20:47: Wo fühle ich mich zugehörig?
00:20:49: In manchen Phasen habe ich gesagt, ich bin eher deutsch.
00:20:51: In anderen Phasens hab' ich gesagt Ich bin ja afghanisch und heute bin ich stolz drauf sagen zu können?
00:20:54: Ich bin beides!
00:20:55: Und ich repräsentiere das auch.
00:20:56: und ich bin noch stolz darauf wenn man mich über Afghanistan fragt... ...ich bin die erste, die darüber spricht Wenn man mich bei meiner Muttersprache fragt.
00:21:02: Wenn meine Mutterspachen sind deutsch-und afghanische.
00:21:05: Deswegen jetzt als herangehende Erwachsene Bin ich total stolz auf meine beiden Seiten aber als Jugendlicher Das war schon sehr schwierig.
00:21:16: Jetzt wollen wir gleich auch so ein bisschen über Feminismus sprechen, jetzt zu Beginn erstmal wie würdest du denn das Frauenbild bei uns in Deutschland beschreiben?
00:21:26: Also ich muss sagen dass Frauenbild in Deutschland hatten Entwicklung hinterlegt weil in den fünftigern und sechzigern hatten Frauen gar keine Rechte und wurden eher als ja Haushaltsdame bezeichnet hatten auch ihre Rollen in Anführungsstrichen.
00:21:41: aber jetzt siehst du Gott sei Dank dass es in die Richtung geht.
00:21:44: Frauen sind nicht nur da, um zu kochen und zu putzen oder um den Haushalt zu schmeißen.
00:21:49: Frauen können so viel mehr als das!
00:21:51: Ja?
00:21:51: Und Frauen sind auch individualistisch geworden.
00:21:56: Das ist so wichtig.
00:21:57: Es geht ja auch Richtung Feminismus.
00:21:59: von daher würde ich sagen dass das Frauenbild hier in Deutschland eine positive Entwicklung hinterlegt.
00:22:04: Nichtsdestotrotz könnte es besser sein.
00:22:07: Okay Jetzt würde ich noch auf ein Thema eingehen, das ist ein bisschen heikel sage ich jetzt mal.
00:22:13: Aber was man ja häufig hört oder was ich zumindest häufig irgendwie schon gehört habe, ist... ...das Ding dass man Frauen in Deutschland sieht zum Beispiel die einen Kopftuch tragen und man dann sagt Oh!
00:22:24: Die armen Frauen werden ja unterdrückt und müssen einen Kopffuch tragen.
00:22:27: so also das jetzt mal ganz pauschal dargestellt.
00:22:31: Das hört man ja ab und zu mal.
00:22:33: diesen Satz Hört dich so jetzt selber nicht unterschreiben, aber hört man ja so.
00:22:38: Wie nimmst du dieses Argument wahr?
00:22:41: Dieses Argument macht mich sehr emotional weil... Ich habe eine beste Freundin, sie trägt Kopfduch.
00:22:46: Sie ist für mich wie eine Schwester und sie träg das aus Überzeugung und sie strahlt es auch so aus, sie ist auch stolz darauf und das hat nichts mit Unterdrückungen zu tun.
00:22:53: Sie macht es weil sie es möchte!
00:22:55: Und diese Aussage... ich verstehe nicht worauf warum man das mit einem Kopfducht assoziiert?
00:22:59: Warum man das auf eine Religion anschiebt?
00:23:01: Warum dann den Islam damit verbindet?
00:23:03: Im Christentum wird auch ein Kopfduchs beispielsweise getragen bei dem Non oder im Judentum auch Und ich finde, das ist die eigene Entscheidung der Frau ob sie ein Kopftuch tragen möchte oder nicht und im Endeffekt es ist ein Stück Tuch.
00:23:14: Ich bin dieselbe Person auch wenn ich ein Stück tuch trage oder nicht.
00:23:17: Und ich verstehe nicht warum dass immer mit Unterdrückung verbunden wird.
00:23:21: Warum?
00:23:22: Das macht mich total wütend weil ich das so oft schon gehört habe.
00:23:26: meine Oma trägt auch einen Koptuch.
00:23:28: Sie macht das aus Überzeugungen aber niemals wird bei uns Hause gesagt du musst einen Kopftucht tragen Weil auch aus religiöser Perspektive Zwang ist nicht gut Zwang ist auch nirgendwo erwünscht.
00:23:39: Und meine beste Freundin, sie ist das Paradebeispiel dafür, dass sie das mit Stolz und Überzeugung trägt und das es so schön... ...und ich verstehe nicht warum man immer aus dem Kopf doch etwas Negatives macht und nicht etwas Positives.
00:23:50: Und am Ende des Tages wie ich bereits erwähnt habe, es is ein Stück Tuch.
00:23:53: der Mensch bleibt derselbe Mensch die Frau bleibt dieselbe Frau und das hat nichts mit Unterdrückungen zu tun.
00:23:58: Es werden auch leider
00:23:59: Frauen
00:24:00: unterdrückt, die ihre Haare zeigen.
00:24:02: Das hat nichts damit zu tun.
00:24:04: Dann wollen wir jetzt noch mal eben einen Schritt zurückgehen und darüber sprechen, was bedeutet für dich eigentlich dieses große Wort Feminismus?
00:24:14: Ja, Feminismus bedeutet für mich dass Frauen dieselben Rechte haben wollen wie Männer.
00:24:18: Das bedeutet nicht Männerhass!
00:24:20: Weil was mich auch total aufregt ist das Feministmus mit Männerhuss assoziiert wird...das stimmt nicht.
00:24:25: Und es gibt auch leider Frauen die nicht feministisch sind und die sagen ja es ist Männerhoss nein Es geht darum Feminismus... Ohne Feminismus hätten Frauen gar keine Rechte dies jetzt hatten.
00:24:38: Wir könnten nicht Auto fahren, wir könnten nicht arbeiten!
00:24:40: Wir hätten keine Bankkarte.
00:24:42: Feministmus brauchen wir, Feminismus gibt
00:24:45: uns was.
00:24:45: Feminismus nimmt uns nichts weg.
00:24:47: Also grob gesagt, Feminizmus bedeutet einfach Gleichberechtigung für Frauen und Männer und dass Frauen dieselben Rechte haben wollen wie Männer Und ich finde das sollte eigentlich sehr verständlich sein.
00:24:57: Ich finde heutzutage sollte jeder Feminista sein Männer und Frauen weil Wir möchten alle gleichberechtigung, wir leben alle in einer Demokratie und Feminismus ist so wichtig.
00:25:07: Ja da würde ich mich anschließend nicht glaube Feminismus der Begriff Triggert ja manche Leute auch.
00:25:12: Der wird oftmals assoziiert mit ein paar wenigen sehr extremen Auslegungen des Feministmus Und alle halten dann das quasi für den Feminisme.
00:25:22: aber ich glaube du hast es gerade ganz gut beschrieben, was eigentlich hinter Feminismus steckt.
00:25:27: Und ich sehe da auch immer so die historische Perspektive wie wirklich über Jahrhunderte Frauen für mehr Rechte gekämpft haben und es eben genau darum geht irgendwie diese Rechte zu bekommen, die sie eigentlich sowieso von Anfang an hätten haben sollen.
00:25:42: Beispielsweise afghanische Frauen Afghanistan.
00:25:45: Sie haben keine Rechte!
00:25:46: Ihnen werden die Rechte kontinuierlich genommen von Männern weil Männer die Frauen als Bedrohung ansehen.
00:25:50: warum?
00:25:51: Weil ich bin hier geboren aufgewachsen, kann mich selber verwirklichen.
00:25:54: Ich hab das Privileg dazu aber bei einer Frau hängt es von ihrem Geburtsland ab ob sie sich verwirklichen kann oder nicht.
00:26:00: Während ein Mann egal wo er geboren wird hat ja immer Rechte und deswegen ist es ein Indiz dafür warum Feminismus so wichtig ist und warum es immer wichtiger wird.
00:26:09: und ohne Feminismus hätten wir Frauen überhaupt keine Rechte mehr.
00:26:13: Wir haben eben schon drüber gesprochen dass sich im Frauenbild einiges positiv entwickelt hat Also, dass sich über die letzten Jahrzehnte hier in Deutschland einiges getan hat.
00:26:23: Wir wollen uns auch noch so ein bisschen übersprechen... Okay was fehlt denn dann noch?
00:26:26: Weil ich muss ja schon sagen Auch heute noch würde ich immer noch den Satz unterschreiben Dass ich jetzt der als weißer Mann geboren bin habe es so viel leichter im Leben Als eine weiße Frau aber auch nochmal viel viel leichtere als eine Frau, die nicht weiß ist, sag' ich mal Und das allein zeigt ja irgendwie, okay da stimmt irgendwas noch nicht ganz.
00:26:52: Also irgendetwas ist dann noch nicht perfekt.
00:26:55: Da muss sich noch was verändern.
00:26:57: Was sind so die ersten Dinge, die du in den Kopf kommst?
00:27:01: Erstmal Das Verhalten
00:27:04: von Frauen und Männern wird so oft vergleichen.
00:27:06: Beispielsweise wenn du jetzt auf die mütterliche Perspektive guckst Wenn eine Mutter für ihr Kind da ist alles macht, wird es als erstverständlich bezeichnet, wenn sie sich um ihr Kind kümmert.
00:27:15: Achja!
00:27:15: Ist die Aufgabe der Mutter, ist die Aufgabe des Frau.
00:27:18: Wenn der Vater beispielsweise nur sich einmal um das Kind kümmert, wird er gelobt.
00:27:22: Wird er hochgepriesen?
00:27:23: Ja, Klassiker!
00:27:25: Genau ein Klass... Das ist ein Klasiker.
00:27:27: Eine normale Mutter an Anführungsstrichen ist ein herausragender Vater und das kann ja nicht sein.
00:27:33: Deswegen finde ich dass hier das nochmal verdeutlicht wird, dass Männer es einfach haben Und allgemein wenn ein Mann irgendwas tut Es wird total gelobbt Es wird Total gepusht und alles drum und dran.
00:27:46: Ich mein schön und gut dass Männer auch ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten.
00:27:51: Das ist aber genauso selbstverständlich wie eine Frau das tut.
00:27:54: Ja, von Frauen wird erwartet sie sollen arbeiten gehen gleichzeitig auch in den Haushalt schmeißen und dann noch ihren Mann sich um ihn einen Mann kümmern.
00:28:01: Und was für ein Mann erwartet?
00:28:02: Das stelle ich mir die Frage.
00:28:06: Ich möchte nicht Männer angreifen im Gottes Willen Aber es stimmt Männer haben's einfach als Frauen.
00:28:11: Sie hatten's auch immer einfacher für ihr Recht kämpfen, um studieren zu können.
00:28:16: Sie mussten nicht dafür kämpfen um Auto fahren zu können.
00:28:19: sie werden nicht aufgrund ihrer Kladung sexualisiert oder als Objekte betrachtet.
00:28:23: Frauen werden am laufenden Band bewertet beurteilt und wenn sie irgendwie sexuell belästigt werden ist die erste Frage was hatte sie an?
00:28:30: Und dabei gab es mal so eine Ausstellung
00:28:31: in einem Museum.
00:28:32: da wurden unterschiedliche Kladungsstücke von Frauen aufgehangen Wo sie sexuell belästigt wurden.
00:28:37: Da war alles dabei, von einer Jogginghose bis zu einem knappen Kleid an, vom Strichen bis zum zu einem Hijab Alles.
00:28:46: und da stelle ich mir die Frage Warum haben es Männer so einfach?
00:28:51: Es ist sicherlich dass diese Erwartungshaltung, das hab' ich auch so wahrgenommen schon eine ganz andere ist, ob du jetzt ein Frau oder ein Mann bist.
00:29:01: Wir sprechen ja gleich noch so ein bisschen im Detail, es geht gleich auch um Femizide Es geht noch um Gewalt gegen Frauen.
00:29:06: Ich wollte jetzt noch ein bisschen drüber sprechen, was ja auch auf dem Thema ist Frauen in Führungsposition.
00:29:11: Sie sind immer noch seltener, auch wenn sich das so ein bisschen verbessert hat, mal eben hier die Zahlen vom Statistischen Bundesamt standen, im Jahr zwanzig arbeiteten in deutschen Führungsgetagen rund neunzwanzig Prozent Frauen der Rest Männer.
00:29:26: Der EU weite Durchschnitt liegt allerdings bei fünfundreißig Prozent also liegt Deutschland hier deutlich unter dem Durchschnitt.
00:29:34: ähnlich sieht es aus beim Gender Pay Gap, also Unterschiede im Verdienst zwischen Frauen und Männern.
00:29:41: Frauen verdienen in Deutschland standen im Jahr zwanzig sechszehn Prozent weniger als Männer Im EU-Schnitt sind es allerdings nur elf Prozent weniger.
00:29:50: Also auch da im EU Schnitt liegen wir in beiden diesen Dingen was Führungsposition angeht Was Gender pay gap angeht eher hinten Und das natürlich so ein bisschen die Frage wie kann das sein?
00:30:03: Sonst würde ich in den EU-Staaten denken, Deutschland als liberaler Demokratie ist da relativ vorne mit dabei.
00:30:10: So etwas Rechte anbelangt aber da läuft es irgendwie nicht so
00:30:13: gut.
00:30:14: Ich glaube das hat auch viel damit zu tun welche Rolle einer Frau zugesprochen wird.
00:30:18: wenn man so stereotypisch denkt werden Frauen nicht in Führungspositionen gesehen weil dann wieder diese Frage mit Vereinbarkeit, Karriere und Familie kommt.
00:30:26: viele
00:30:26: gehen ja davon aus dass alle Frauen Kinder haben möchten.
00:30:28: Das fängt schon mal da an.
00:30:30: Nein, nicht jede Frau möchte Kinder haben und das ist absolut
00:30:32: in Ordnung.
00:30:32: Das zeigt auch die Gebotenrate!
00:30:34: Richtig,
00:30:34: genau.
00:30:34: Und es ist absolute in Ordnungen.
00:30:35: da sollte man nicht mit Empörung darauf reagieren weil eine Frau sagt ich möchte keine Kinder.
00:30:39: Da fängt's finde ich an.
00:30:40: Zweitens als wenn eine Frau Kinder möchte sollte sie nicht nur darauf reduziert werden dass sie nun der Mutter ist.
00:30:45: Eine Frau ist viel mehr als das.
00:30:47: Zweitens im Drittens Ich finde man sollte auch im Unternehmen die Unterstützung bekommen Auch seitens beispielsweise deiner Führung Deiner Frau gesetzten zu sagen hey ich seh dich Ich sehe dich viel weiter, als du bist.
00:30:59: Möchtest du nicht irgendwie die Beförderung anstreben?
00:31:02: Weil ich finde wenn du von deinem Arbeitsumfeld auch nicht diese Unterstützung hast dann find' ich Harpers auch daran und ich finde es sollte nach Leistung geschaut werden und nicht nach einem Geschlecht.
00:31:12: Deswegen verstehe ich dieses Gender Pay Gap nicht.
00:31:13: warum nicht nach Leistungen geschaut wird Und warum nur wieder dieses Thema geschlecht?
00:31:18: Wo ist denn der Unterschied zwischen Männern und Frauen?
00:31:20: Wenn ich dieselbe Leistung erbringe wie ein Mann Dann sollt mir gleich verdienen.
00:31:24: Inwieweit würdest du hin sagen oder ich weiß nicht, ob du das schon persönliche Frauen hattest.
00:31:29: So Vorstellungsgespräche laufen die für Frauen anders ab als für Männer?
00:31:34: Ja würde ich schon sagen.
00:31:35: also von dem was ich auch gehört habe bezüglich der Familienplanung wird direkt gefragt ja wie sehen sie sich in zehn Jahren?
00:31:42: und dann wird doch explizit so auf diese Frage zugeschnitten weil ich mir so denke dass hat niemanden etwas anzugehen.
00:31:47: das ist eine rein private Frage.
00:31:48: Männer werden das nicht gefragt.
00:31:49: es liegt auch daran weil Frauen dann ausfallen.
00:31:52: ja aber was hat das damit zu tun?
00:31:55: Also ich hab's schon leider erlebt und auch erfahren.
00:31:58: Und auch von Freundinnen mitgeteilt bekommen, dass das Vorstellungsgespräch sehr unangenehm war.
00:32:03: Das ist teilweise sehr sexistisch wahr?
00:32:07: Weil eine Frau wieder objektifiziert wird.
00:32:08: Weil ihr würdet wieder nichts zugetraut!
00:32:12: Darauf führt es hinaus.
00:32:13: Wo ich mir so denke... ...das kann nicht sein.
00:32:16: Um jetzt mal ein bisschen einen Stich drunterzumachen.
00:32:18: So status quo.
00:32:20: Jetzt Würdest du unterschreiben.
00:32:23: also Die Rolle der Frau hat sich positiv entwickelt, aber es gibt immer noch Faktoren die Frauen systematisch benachteiligen hier in Deutschland.
00:32:31: Ja muss ich ganz ehrlich sagen also es gibt schon Faktorien die Frauen Systematisch hier benachteilligen und ich finde in einem Land wie Deutschland sollte das nicht erfolgen gerade als ein demokratisches land wo Demokratie das wichtigste habe und gut ist was wir haben.
00:32:47: Jetzt will ich noch ganz kurz auf ein paar aktuelle Pläne von der Bundesregierung eingehen.
00:32:53: Da sieht es ja so aus, dass dieses Ehegattensplitting abgeschaffen werden soll und es keine kostenlose Mitversicherung beim Ehepartner mehr geben soll.
00:33:02: Also das sind so... Die Pläne ist noch nicht verabschiedet aber das sind die Plänen.
00:33:07: Es sind ja beides Gesetze, die Anreize schaffen würden, dass Frauen eher mehr arbeiten als jetzt.
00:33:14: Und dieses Kehrarbeit oder die Frau arbeitet ein bisschen der Mann arbeitet halt Vollzeit.
00:33:21: Dass das eher finanziell unattraktiver wird und dadurch halt Frauen eher mehr arbeiten.
00:33:27: Jetzt muss man aber natürlich auch sagen, dass dieses Thema Keharbeit, da können sie eben die Kinder wenn man jetzt auf die Statistik schaut machen das halt hauptsächlich Frauen.
00:33:36: und die Frage ist Wenn wir jetzt da Anreiz im System schaffen, dass Frauen mehr in Arbeit kommen was by the way auch Ökonomen immer sagen Jo, das ist eine der größten Stellschrauben die wir haben um Wirtschaftswachstum zu erzeugen, dass wir mehr Frauen in Arbeit bekommen Da muss ja trotzdem die Kinder müssen irgendwie betreut werden.
00:33:56: Und dann natürlich, die offensichtliche Option Männer übernehmen mehr Kehrarbeit Dann arbeiten die natürlich weniger, dann macht es quasi im Bruttoinhaltsprodukt jetzt keinen riesen Unterschied würde ich sagen.
00:34:10: Aber das ist natürlich auch das Ding Kinderversorgung, Kita-Versorgung.
00:34:15: Wenn das flächendeckend gut funktioniert Dann steht ja eigentlich der Freiheit der Frau auch auf dem Arbeitsmarkt oder der Familie, sag ich jetzt mal als Familie mehr Optionen hat.
00:34:31: Eigentlich nichts mehr im Wege?
00:34:33: Oder wie siehst du das?
00:34:34: Also ich finde hier kann man wieder Feminismus reinbeziehen.
00:34:36: und zwar Feminismus hat ja Männern auch die Möglichkeit gegeben Elternzeit zu beantragen.
00:34:43: Damals konnten Männer nicht sagen Ja!
00:34:46: Ich möchte mich um die Kinder kümmern.
00:34:47: Da hieß es Du wirst ein Mann warum lasst das doch die Frau
00:34:50: machen.
00:34:50: Und deswegen brauchen wir Feminismus, damit Männer auch sagen können ich gehe in der Elternzeit ein Jahr zwei Jahre oder paar Monate je nachdem wie die Familie das Hand habt.
00:34:58: erstens Feminismus spielt hier eine wichtige Rolle weil Feministmus wird immer nur auf Frauen bezogen.
00:35:03: aber für Männer ist Feminismus auch total entscheidend dann wenn der Staat es ermöglicht dass Kita-Plätze einfacher gewährleistet werden das Kinderbetreuung einfacher zustande kommen kann Und dadurch, dass Frauen dann mehr arbeiten gehen können und früher zurück in die Arbeit gehen können finde ich das auch einen guten Ansatz.
00:35:24: Aber ich finde man muss auch seitens des Staates auch öfter auch medial zeigen unsere Frauen sind so wichtig
00:35:34: weil
00:35:35: man sieht es auch in der Politik.
00:35:37: Überwiegende
00:35:38: Politiker sind Männer und im höheren Alter.
00:35:41: junge Frauen sind da sehr selten vertreten beispielsweise Finnland, Finnland ist einst der glücklichsten Länder Warum?
00:35:47: Die Regierung muss ja doch frauen.
00:35:50: Interessante Korrelation!
00:35:54: Aber ich verstehe den Ansatz, ich denke mir auch öfter bei all den Krisen in der Welt wenn wir statt Donald Trump und Putin und wie sie alle heißen, wenn da Frauen das sagen hätten... Also man weiß es nicht aber ich kann mir schon vorstellen dass die Welt ein bisschen besser aussehen würde.
00:36:13: Ein ziemlich großes Thema über das eigentlich niemand so richtig spricht, obwohl es eigentlich sehr dramatisch ist sind Femicide.
00:36:22: Erstmal die Definition von Femizid ist Die Tötung einer Frau weil sie eine Frau ist also aufgrund ihres Geschlechts.
00:36:31: Kurze ein paar Zahlen dazu.
00:36:32: die Zahlen sind eben extrem schwer zu ermitteln Weil es erst mal an einer einheitlichen kriminellurgischen Definition mangelt.
00:36:41: Die Zeit berichtet beispielsweise dass Das sind Zahlen von im Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen.
00:36:49: Die haben erstmals eine umfassende Studie zu Femiziden veröffentlicht, dazu wurde im Auftrag des Landesinnenministeriums zwischen den Jahren zwanzivierendzwanzig und zweitausenddreinzwanziger ein tausend sechshundertsechsundsechzig versuchte und vollendete Tötungslikte an Frauen in Nordrin Westfalen untersucht bei denen neunhundert acht Frauen starben.
00:37:08: Laut den Angaben des Landeskriminalamts wurden davon fünfundundzwanzig Fälle als versuchte oder vollzogene Femizide eingeordnet, bei denen zwarhundertfünfunddreißig Frauen ums Leben kamen.
00:37:18: In den übrigen eintausend einhundertvierundvierzig untersuchten Fällen konnte entweder eine Tötung aufgrund des Geschlechts ausgeschlossen und das Tatmotiv nicht eindeutig erkannt werden.
00:37:27: Also... Das Schwierige ist hier halt wirklich nachzuweisen dass Der Mord an einer Frau, deswegen passiert es weil sie eine Frau ist.
00:37:36: Also dieses Motiv, weil das so in dieser Definition mithängt.
00:37:40: Dieses Motiv sind halt natürlich schwierig nachzuweisen.
00:37:43: Jetzt mal allgemein Zahlen zu Gewalt gegen Frauen.
00:37:48: die Tagesschau berichtet.
00:37:49: Jede Stunde werden Frauen Opfer von Gewalt vor allem im eigenen Zuhause und in der Partnerschaft im Jahr, deutlich mehr als im Jahr zuvor.
00:38:05: Die Dunkelziffer ist sicherlich halt hier sehr groß weil oft ist es ja so dass diese Dinge passieren aber das nicht polizeilich gemeldet wird und deswegen wird davon ausgegangen dass die Zahl viel viel höher ist.
00:38:18: sind im Jahr ist, dass die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind.
00:38:25: Und diese Opfer sind fast immer Frauen und die Täter sind fast... ...immer Männer!
00:38:31: Man geht davon aus, dass allerdings nur, und die Zahl hat mich echt erschrocken, fünf Prozent der Delikte überhaupt angezeigt werden.
00:38:38: Also das lässt mal so'n grobe Schätzung halt machen wie groß diese Dunkelziffer ist.
00:38:44: also was wir sehen jetzt mal unterm Strich ist Die Zahlen sind so schon hoch Femizide Gewalt gegen Frauen, gerade häusliche Gewalt.
00:38:56: Und die Dunkelziffer ist wahrscheinlich noch so viel größer.
00:38:58: Das heißt wir haben hier einfach ein riesiges, riesiges Problem das schwierig ist statistisch zu erfassen aber dass offensichtlich um das zeigen alle Daten Großes wirklich ein großes problem.
00:39:12: und da ist die frage Wir sprechen so oft über Sicherheit.
00:39:16: Wir sprechen So oft über Sachen Die passieren wo ich sage jetzt mal deutlich weniger Leute sterben.
00:39:24: Warum ist das kein größeres Thema?
00:39:28: Ganz einfach, weil es sich um Frauen handelt.
00:39:31: und du musst dir mal vorstellen ein Femizid wird begangen aufgrund des Geschlechtes einer Frau.
00:39:36: Wenn man sich das so auf der Zunge zergehen lässt Das tut schon sehr weh Und ich finde dass wird einfach nicht politisch auch aufgegriffen.
00:39:42: Klar man hört einige Fälle aber meistens diese Fälle von denen man mitbekommt entweder Handelt es sich dabei berühmte Personen oder dieser Fall ist sehr drastisch Aber es geht schon mit häuslicher Gewalt los.
00:39:54: Und es kann nicht sein, dass eine Frau ihr Zuhause nicht mal Safe Plays bezeichnen kann und die größte Gefahr für Frauen sich in ihren vier Wänden befinden, sei es ihr Partner oder Ex-Partner oder Familienangehörige, die alles das männliche Geschlecht haben.
00:40:11: Ich finde, für Mizide sind das größte Problem was wir haben und es erfordert sehr viel mehr Aufmerksamkeit.
00:40:18: Es ist für mich unverständlich warum dieses Thema Nicht thematisiert worden, warum auch nicht aufgeklärt wird.
00:40:24: Ja beispielsweise zum Aspekt der Sicherheit.
00:40:26: Ich kann jetzt nicht im dreihnzwanzig Uhr Nachts wo's dunkel ist joggen gehen.
00:40:31: ich fühl mich da sofort unsicher.
00:40:33: Ein Mann kann das.
00:40:34: Beispielsweise wenn ich schon abends unterwegs bin und sehe dass eine Männergruppe egal welche Herkunft Egal wo sie herkommen Wenn sie in meiner Nähe ist denke ich mir so oh je ich fühle mich jetzt unwohl für mich unsicher.
00:40:46: Wenn da aber ne Frauengruppe steht egal welche Herkünfte egal welche Nationalität Da denke ich gar nicht an sowas.
00:40:52: Also, ich finde da fängt schon irgendwie an.
00:40:54: oder beispielsweise... Das ist jetzt ein bisschen banal.
00:40:57: aber in einem ersten Date beispielsweise eine Frau
00:41:00: muss
00:41:00: Angst haben dass die Heile nach Hause ankommt während der Mann sich Sorgen macht.
00:41:03: okay habe ich jetzt fünfzig Euro bezahlt oder sechzig Euro?
00:41:06: Da geht es schon los!
00:41:07: Ganz andere Gedankenprozesse.
00:41:09: die stattfinden auch mal auch da im Bananes Beispiel.
00:41:13: wir machen jetzt hier diese Podcast Aufnahme.
00:41:16: du kennst mich vorher nicht Wir machen das jetzt hier öffentlich mehr oder weniger in einem Tonstudio, wo wir uns öffentlich getroffen haben.
00:41:23: Aber ich mache auch viele Aufnahmen zu Hause, wo dann Leute zu mir nachhause kommen die mich vorher nicht kennen und wo wir halt nur telefoniert haben oder so.
00:41:31: Und da denke ich mir auch ist es für die Leute ein bisschen komisch weil ich persönlich würde mir ja nie Gedanken dazu machen und ich gehe einfach irgendwo hin.
00:41:37: Alles gut!
00:41:37: Ich fühle mich immer... also ich habe nie Angst irgendwie.
00:41:41: aber ich hatte jetzt auch schon mehrmals Frauen für Aufnahmen da Manchmal und habe ich die Leute auch manchmal gefragt, habt ihr nicht Angst?
00:41:50: Ihr kennt mich ja gar nicht.
00:41:51: Ich könnte ja irgendein Typ sein keine Ahnung.
00:41:55: Und da sagen mir schon viele Ja, ich hab mir schon Gedanken gemacht ein bisschen unwohl das Gefühl Aber du schienst ja ganz nett zusammen und dann habe ich das halt jetzt mal gemacht so und Das da fängt es ja schon an.
00:42:09: also das ist ja auch ne habe ich mir nie.
00:42:11: in meinem Leben habe ich mit über sowas Gedanken gemacht und dass ist ja schon echt dramatisch was das auch mit einem macht und auch mit dem freies gefühl mit dem mit den chancen und möglichen die man so leben hat wenn man immer so ein bisschen diese diese angst mit dabei hat und Da finde ich es auch erschreckend dass das also ich weiß nicht ob da wird hier schon etwas gegen gemachtes gibt ja konzepte es gibt Das steht auch in gesetzen drin und dies und das und jenes.
00:42:41: aber es wird jetzt zumindest medial Jetzt nicht so hoch priorisiert wie viele andere Dinge, die ich jetzt mal behaupten, deutlich weniger dramatisch.
00:42:50: Definitiv!
00:42:53: Wo wir schon darüber sprechen über so ein schwieriges Thema oder Thema was viele Leute ein bisschen polarisiert.
00:43:07: Wie wollte ich ganz gerne?
00:43:08: Weil wir jetzt ein bisschen bei Feminismus waren, wenn man bei Femiziden... auch mal über das Thema Schwangerschaftsabbrüche
00:43:14: sprechen.
00:43:14: An
00:43:14: ein Thema, was mich in Portres bisher noch nicht vorgekommen ist, was ich bisher ja nicht gemieden habe aber es ist halt bis her zumindestens nicht dazu gekommen.
00:43:24: Ist aber ein Thema was glaube ich sehr viele Leute betrifft gerade eben auch Frauen und ja auch hin- und wieder kontrovers diskutiert wird.
00:43:31: der Fall Brosus Gersthoff über den sprechen wir gleich noch hat er's ja auch nochmal so ein bisschen gezeigt.
00:43:35: Ich will einmal ganz kurz nochmal damit alle auf dem gleichen Stand sind die aktuelle Regelung erklären.
00:43:40: also Ein Schwangerschaftsabbruch ist nach Artikelz.
00:43:44: twohzehn des Strafgesetzbuches grundsätzlich rechtswidrig, er ist aber straffrei wenn eine von drei Konstellationen vorliegt Nummer eins die sogenannte soziale Indikation.
00:43:58: bis zwölf Wochen nach Beginn der Schwangersschaft kann man diese Pflichtberatung in Anspruch nehmen.
00:44:04: an einer anerkannten Stelle hat dann dreitage Bedenkzeit und dann kann der Eingriff durchgeführt werden.
00:44:10: Also man hat diese zwölf Wochen, das kennt ihr glaube ich fast jeder entweder aus persönlicher Erfahrung oder weil man es von anderen gehört hat.
00:44:18: Dann Nummer zwei die kriminologische Indikation also beispielsweise bei einer Vergewaltigung auch hier bis zwölfe Wochen Zeit diesen Eingriff durchführen zu lassen.
00:44:32: Dann den dritten, den haben glaube ich viele gar nicht so auf dem Schirm.
00:44:36: War bei mir aber zum Beispiel Studie der Medizin auch im Studium Thema fand ich mal ganz interessant die medizinische Indikation.
00:44:44: Hier gibt es nämlich indem wir eine keine feste Wochenfrist oder sowas Denn wenn ein Arzt einer Ärztin entscheidet dass eine Gefahr für die Gesundheit der Schwangeren besteht kann auch hier einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt werden.
00:44:59: Aber jetzt mal eben zu den Zahlen.
00:45:01: in Deutschland werden etwa einhunderttausend Abtreibungen pro Jahr vorgenommen.
00:45:06: Das ist, als ich das erst mal gehört habe, schon ziemlich viel tatsächlich was auch wiederum zeigt die Leute reden nicht darüber weil also die Zahlen sind so groß dass heißt wenn man sich einmal im Raum mit ich sage mal zwanzig bis dreißigjährigen Frauen befindet dann ist die Wahrscheinlichkeit nicht so geringen dass davon jemand schonmal eine abtreibung hat durchführen lassen.
00:45:31: Jetzt mal kurz zu Kritik, was ich so allgemein aus der Debatte mitnehme.
00:45:36: Kritik erstmal Frauen werden stigmatisiert Es gibt extrem große Hürden.
00:45:40: also es ist einfach schwierig diese Beratungsstellen zu finden Ist es aufwendig und Teilweise kostenintensiv.
00:45:51: Dann das Thema Versorgungslücke.
00:45:53: Also ne?
00:45:53: Es ist einfach gibt nicht so viele Leute die das anbieten die diese Eingriffe durchführen.
00:45:58: Und es ist ja grundsätzlich Ein Eingriff in die Selbstbestimmung, dass man quasi so bevor monat wird diese Regelung einhalten muss.
00:46:10: So die Kritik.
00:46:12: und der für mich interessante Punkt Medizinerinnen und Medizine, die lernen darüber ja nichts im Studium weil es ist ja verboten per Gesetz also Schwangerschaft sind ja eigentlich verboten außer das gibt auch diese Ausnahmen Und deswegen darf es halt nicht Teil des Studiums sein.
00:46:27: Das finde ich aber persönlich sehr problematisch Weil es dann natürlich sehr schwierig ist, diese Kenntnisse auch zu erlangen.
00:46:34: Und das gibt auch da natürlich wenn man als Mediziner sich dazu entscheidet.
00:46:39: okay ich will in die Richtung was machen gibt es auch da sehr große Hörden.
00:46:45: Wie sind jetzt deine Meinung?
00:46:46: so zum Stadtusquo den ich jetzt gerade ein bisschen beschrieben habe?
00:46:50: Welchen Einfluss hat denn ja die Regelung zum Schwangerschaftsabbruch auf dein Freiheitsgefühl?
00:46:59: Also ich finde schon, es ist mit sehr vielen Hürden verbunden.
00:47:02: Allein die Tatsache das es rechtswidrig ist aber straffrei?
00:47:09: Das sagt schon alles!
00:47:10: Weil warum muss was im Gesetz so verankert sein dass es irgendwie rechtswidrig ist?
00:47:15: Warum wird das dann so als etwas Negatives angesehen.
00:47:18: Ich kann die Debatte vielleicht dahinter nachvollziehen.
00:47:20: das heißt ja es geht um ein Lebewesen Es geht um die Frau.
00:47:26: Ich denke mir, jede Frau hat das Recht über ihren Körper selber zu entscheiden.
00:47:30: Nur sie selbst darf und sollte entscheiden ob sie ein Kind
00:47:34: austragen
00:47:34: möchte oder nicht.
00:47:35: Beispielsweise was es wenn eine Frau schwanger wird, die nie im Leben Kinder haben möchte?
00:47:40: Ist sie dann tatsächlich gezwungen dieses Kind auszutragen?
00:47:42: Nein!
00:47:42: Sie sollte die Möglichkeit haben zu sagen nein ich möchte dieses Kind nicht auf die Welt bringen weil Viele denken Jahren Schwangerschaftsbruch ist total einfach.
00:47:51: Nein, es ist ein medizinischer Eingriff Es kostent intensiv und vor allem mental und emotional Ist das für die Frau total anstrengend.
00:47:59: Und meiner Meinung nach diese zwölf Wochen Diese Bedingungen, die dabei geknüpft sind Stell mal vor du findest keine passende Beratungsstelle Und bis an der vierzehnten Woche Dann kannst ja theoretisch gesehen nicht abtreiben.
00:48:11: Oder im Falle der Vergewaltigung Das muss ich sagen bei einer Vergewaltung dass da auch diese Zwölf-Wochen gilt?
00:48:16: Das verstehe ich absolut nicht weil wenn eine Frau vergewaltigt wird und daraus entsteht ein Kind, um beispielsweise diese Frau hat schon genug psychische Schäden erlitten und ihr Leben ist sowieso schon zerstört.
00:48:28: Dass sie dann sagt ich möchte dieses Kind nicht, weil sie das mit ihrem Vergewaltiger assoziiert – Ich habe da vollstes Verständnis für -, dass die dann auch nur diese zwölf Wochenfrist hat?
00:48:39: Das kann nicht sein!
00:48:40: Also das ist für mich total unverständlich allgemein.
00:48:42: Ich fühle mich als Frau total eingeschränkt, weil ich selber nicht entscheiden kann okay?
00:48:46: Ich möchte dieses Kind aber nicht!
00:48:48: Es ist meine Entscheidung mein Körper.
00:48:50: Ein Mann hat sowieso erst recht nicht zu entscheiden ob ich dieses Kind austrage oder nicht.
00:48:53: Natürlich wenn es der Partner ist man kann gemeinsam drüber reden Aber es ist mein Körper.
00:48:58: Beispielsweise wenn wir das auf dieser Ebene bringen Wenn eine Frau schwanger ist was ändert sich für den Mann?
00:49:04: Ändert sich der Körper des Mannes?
00:49:06: Nein, erinnert sich sein Lebensstil?
00:49:07: Nein, er kann ganz entspannt sein Leben fortführen während einer Frau das nicht kann.
00:49:12: Und ich glaube wir brauchen mehr Verständnis dafür dass Frauen erstens nicht dazu
00:49:19: gemacht worden
00:49:19: sind nur eine Mutter zu sein oder nur Kinder auszutragen als ob das unsere einzige Aufgabe ist so und dass jeder Frau unterstellt wird dass die Kinder möchte.
00:49:27: Ich finde da fängt es schon an weil wenn es darum gehen würde Wenn Männer schwanger werden könnten dann würde es gar nicht diese Debatte geben.
00:49:33: Dann würde es längst ein tolles Gesetz geben, das Abtreibung einfach wäre weil ich finde wir leben in einer Welt von Männer für Männer und ich finde patriarchalische Strukturen sind leider immer noch sehr präsent und teilweise entscheiden auch Männer und sagen ne du behältst dieses Kind Und die Frau hat keinen Mitspracherecht.
00:49:49: In manchen Fällen ist es leider so und ich finde diesen Status quo finde ich nicht gut.
00:49:58: Das ist vielleicht so'n Thema wo ich so eine sehr liberale Position auch beziehen würde, dass halt an der Stelle der Staat sich mehr oder weniger raushalten sollte und die Frau das mit sich selbst und vielleicht mit ihrem Partner abwägen muss.
00:50:17: Also moralisch und was sie halt für sich und ihren Körper möchte, dass sie selber diese Entscheidung irgendwie trifft.
00:50:26: Und das ist vielleicht so eines der Themen, wo ich wirklich mal diesen Satz unterschreiben würde, sich da raushalten soll.
00:50:33: Trotzdem, ein Gegenargument ist okay.
00:50:36: wir haben diese hunderttausend Abtreibungen pro Jahr also offensichtlich irgendwie scheint es zu funktionieren und es ist ja quasi ein Kompromiss in dem Gesetze dieses Okay Es ist halt irgendwie rechtswidrig aber trotzdem straffrei wenn man sich dann diese Regeln hält.
00:50:53: Und so das Argument habe ich auch schon öfter gehört funktioniert da.
00:50:57: Also ist das nicht ein gesellschaftlicher Kompromis mit dem alle irgendwie
00:51:03: Ja, also ich verstehe den Ansatz.
00:51:05: Ich kann das nachvollziehen.
00:51:06: Ich mein immerhin gibt es ja die Möglichkeiten dort schon abzutreiben.
00:51:09: wir haben gewisse Regelungen ja aber ich finde es ist super schwierig und ich finde wenn du auch diese Beratungsstellen auf suchst Du weißt ja auch nicht inwiefern sie dich beraten.
00:51:22: klar du musst erstmal einen Zertifikat ausgestellt bekommen.
00:51:25: Aber beispielsweise auch wenn du das mit Ärzten oder so besprichst stelle vor man möchte ein Schwangerschaftsabbruch durchführen.
00:51:32: Der Mediziner sagt, warum?
00:51:35: Da wird quasi versucht so einzureden.
00:51:37: Nee macht das nicht weil dies das zu würdestes bereuen.
00:51:41: Deswegen ja es gibt Regelungen die einen Schwangerschaftsabbruch ermöglichen.
00:51:45: trotzdem finde ich dass ist für Frauen einfacher gemacht werden sollte Weil Ich habe das Gefühl dass gerade Die Menschen die unbedingt eigene Kinder haben möchten und eine Familie gründen möchte ich gehöre auch dazu dass sie kein Verständnis dafür haben, warum eine Frau sagt ich möchte ein Kind abtreiben.
00:52:04: Wenn eine Frau das eigene Stücken sagt zum Beispiel weil sie einfach keinen kind möchte Dann heißt es oft nie dass geht nicht.
00:52:10: Es ist ein Lebewesen was du da in dem Sinne tötest.
00:52:14: Aber ich denke mir halt so Es ist das Recht der frau.
00:52:17: Ich finde jede frau sollte das Einfach selber entscheiden aus freien stücken und ich finde Da sollte auch Nicht So Umgestochen werden Weil es Ist Einfach Der Körper der Fraut Und Eine Schwangerschaft ist alles andere als Einfach Mutter zu sein ist alles andere als einfach und ich finde das eine enorme Veränderung.
00:52:35: Und ich finde, dass sollte jede Frau selber für sich persönlich abwägen und natürlich auch mit ihrem Partner sprechen in dem Sinne.
00:52:41: Das ist klar aber Ich finde die endgültige Entscheidung sollte bei der Frau liegen.
00:52:47: Ich glaube für viele es halt dieses Gefühl der Bevormundung In diesem Aspekt glaube ich auch ein sehr großes Problem.
00:52:56: Ich wollte jetzt ganz gerne noch über diesen Fall Brossius Gerstoph sprechen, also ist ja diese Juristin die wurde von der SPD für das Bundesverfassungsgericht nominiert.
00:53:05: Die Union hat dann aber eben dagegen gestimmt weil Frau Brossus Gersthoff sich eben unter anderem für ein liberales Abtreibungsrecht eingesetzt hat und das war ja ein ziemlicher Eklat für die Regierung Anfang der Bundesregierung und hat es direkt so gezeigt irgendwie ja wirklich handlungsfähig, entscheidungsfähig sind die nicht.
00:53:32: Die streiten sich immer noch.
00:53:33: also hat ein bisschen Flashbacks zu Ampelzeiten gegeben und hat so ein bisschen ja die Schwächen da quasi gezeigt.
00:53:43: Wie hast du denn jetzt diesen Fall wahrgenommen?
00:53:46: Ich fand's aber furchtbar.
00:53:48: um eigentlich zu sein ich habe nicht nachvollziehen können, warum Frau Borosius Gerstdorf von der Politik zurückgedrängt wurde.
00:53:55: Im Endeffekt ist sie dann selber zurückgetreten.
00:53:58: Wo ich mir denke das kann nicht sein weil Sie hatte eine liberale Einstellung.
00:54:01: es wäre ein so toller Schritt gewesen für Frauen wenn sie es geschafft hätte weil sie hätte ein richtiges gutes Statement Richtung Politik gesetzt aber auch Richtung Feminismus.
00:54:13: und ich verstehe nicht warum Es wieder so eine Klage ab Warum wieder die Politik gesagt hat ne das geht nicht wir möchten das nicht und sie dann im Endeffekt zurücktreten musste, weil es um dieses Thema Schwangerschaftsabbrüche geht.
00:54:25: Es ging wieder um ein Thema was Frauen betrifft und daraus wurde wieder so eine große Debatte draus gemacht, einschädtet zu sagen Sie hat ne liberale Einstellung wir machen das!
00:54:36: Und deswegen ist es für mich total unverständlich und ich finde auch im Sinne der Demokratie geht das nicht.
00:54:44: Ja schwieriges Thema.
00:54:46: Ich glaube es ist halt für die Union alles was mit abstrahlung zu tun hat erst mal ein thema von dem man auf jeden fall die finger lassen möchte und wo man also ich glaube die sind auch ganz zufrieden mit dem kompromiss des gibt und da irgendwas dran zu ändern haben glaube ich ein paar leute in der union angst bekommen und deswegen wollte man sich da irgendwie rauswinden.
00:55:09: das war dann so ein bisschen das ergebnis.
00:55:11: aber auch da wieder schade.
00:55:12: so irgendwie weil man dann ja auch so medial sehr gesehen hat wie Teilweise wirklich auch mit krassen Fake News, Frau Brose-Skerzhoff da durch den Dreck gezogen wurde.
00:55:23: Und das ist erschreckend!
00:55:24: Weil sie als Frau so eine liberale Einstellung vertritt und sie wurde auch medial total fertig gemacht – und das geht nicht – und überwiegend waren es Männer die sie fertiggemacht haben aufgrund ihrer Einstellungen.
00:55:38: und das kann ja nicht sein und da sehen wir einfach dass es in Deutschland ein enormes Potenzial hinsichtlich von Mindestmus gibt.
00:55:46: abschließen wir jetzt noch mal eben zum Schwangerschaftsabbruch, also ich würde jetzt sagen und das ist halt so mein persönliches Fazit was ich für mich entschieden habe es gibt dass der Fischungsrecht der Frau auf der einen Seite und das Recht auf Leben auf der anderen Seite die müssten hier irgendwie gegeneinander abgewogen werden.
00:56:05: da ist ja immer schwierig wenn so Grundrechte gegeneine abgewegen werden müssen.
00:56:08: Ich persönlich sehe mich da immer auf der Seite des Selbstbestimmungsrechtes der Frau und bin halt eben auch für einen deutlich liberaleren Zugang zu Abtreibungen.
00:56:19: Ich will jetzt mal langsam so ein Abschluss finden, wir haben uns jetzt sehr viel unterhalten mit sehr viel Spaß gemacht.
00:56:25: Lass uns zum Ende hin da nochmal so'n bisschen Ordnung rein dringend!
00:56:28: Wie würdest du denn jetzt sagen, wirkt sich die aktuelle Integrationspolitik über die wir ja gesprochen haben auf unsere Demokratie
00:56:36: aus?
00:56:38: Also ich finde... dass wir Gesetze zur Integration haben, wichtig und auch richtig.
00:56:44: Allerdings die Ausführung um wie das erfolgt finde ich ein bisschen fragwürdig und ich finde das könnte der Demokratie auch schaden.
00:56:53: beispielsweise wenn du eine Flüchtlingsunterkunft in einer Nachbarschaft hast heißt es warum ja?
00:57:01: Und dann wird auch geguckt okay was hat denn hier ne Flüchtlinge Unterkunft zu suchen anstelle zu sagen hey ist doch toll dann können wir uns austauschen.
00:57:09: Also da merkst du einmal, die Demokratie entwickelt sich dann eher so oh nee warum muss es jetzt das geben?
00:57:14: oder teilweise heißt es in Deutschland sind zu viele Geflüchtete.
00:57:19: Oder es heißt ja geflüchtet ihr die hier hinkommt kriegen direkt beispielsweise den deutschen Pass was ja gar nicht stimmt.
00:57:28: im Gegenteil.
00:57:29: deswegen finde ich Integration ist ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie, weil Deutschland ist ein multikulturelles Land.
00:57:37: Das habe ich so wahrgenommen und das nehme ich nach wie vor so wahr.
00:57:40: Und ich hab Deutschland immer als ein Land... Es ist ja auch mein Heimatland!
00:57:43: Ja, und ich nehme Deutschland immer ...als einen Land war, dass immer offen war für alle Menschen, für alle Kulturen, für Alle Völker.
00:57:51: Und das darf sich nicht ändern.
00:57:52: aber Ich finde, das ändert sich leider und ich finde unsere Demokratie ist in
00:57:55: Gefahr jetzt unabhängig
00:57:57: von der Integration.
00:57:58: Aber gerade wenn man jetzt auf die Integration schaut, wie Menschen teilweise behandelt werden nur weil sie Geflüchtete sind und nicht richtig integriert wurden.
00:58:08: Dann wird der Fehler bei den Gefluchteten gesucht und nicht vielleicht bei einem selber.
00:58:12: Es ist einfach auf jemanden zu zeigen, zu sagen du hast das falsch gemacht aber auf sich selber zu gucken oder auf den Staat zu gucken Oder beispielsweise auf die Stadt Solingen zu gucken und zu sagen hey hier läuft irgendwas nicht.
00:58:25: Was würdest Du jetzt sagen?
00:58:27: Thema Frauenbild, Thema Feminismus.
00:58:30: Inwieweit könnte sagen jetzt mal mehr Feminismus auch der Demokratie hier im Land gut tun.
00:58:38: Feminismus ist so wichtig für die Demokratie, weil Feministus bedeutet ja Frauen haben dieselben Rechte wie Männer.
00:58:44: das heißt in einer Demokratie jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung und es gilt auch für Frauen.
00:58:50: Frauen haben auch das recht ihre Meinungen frei äußern zu können ihr Leben selbstbestimmt individualistisch leben zu können genauso wie Männer und deswegen viel mehr Frauen.
00:59:00: Feminismus unterstützt Frauen, ihren Weg zu finden und sich auch von patriarchalischen Strukturen zu lösen.
00:59:08: Und dann auch im Umkehrschluss viel für die Demokratie beizutragen!
00:59:13: Vielen Dank für deine Zeit und den spannenden Austausch.
00:59:15: hat mir sehr viel Spaß gemacht.
00:59:16: Mir auch ich danke dir!
00:59:18: Und vielen dank auch an alle, die zugehört haben.
00:59:21: in zwei Wochen geht es weiter.
00:59:22: bewertet den Podcast gerne auf Spotify oder der Podcast-Plattform eurer Wahl schaut auf Instagram und TikTok vorbei und lasst euch nicht von all dem Unterkriegen, was schlecht in unserer Welt läuft.
00:59:33: Die einzige Konstante in der menschlichen Geschichte ist das sich alles immer verändert.
00:59:39: Ich frage es nur wohin?
00:59:40: Wir haben es in der Hand!
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