Was wir alle jetzt für die Demokratie tun können - Eva Kirbisch vom Bündnis "Wir für Demokratie"

Shownotes

Sind wir den Krisen dieser Welt hoffnungslos ausgesetzt oder können wir etwas dagegen unternehmen? Man muss nicht gleich Bundeskanzler werden oder jahrzehntelang Haustürwahlkampf machen, um in unserer Demokratie etwas zu bewegen. Das beweist das Bündnis "Wir für Demokratie in Langenfeld" von dem Eva Kirbisch uns in dieser Episode mehr erzählt.

Dieses Beispiel zeigt sehr eindrucksvoll, dass wir sehr wohl etwas verändern können ohne gleich unser Leben der Politik zu widmen. Wir haben es in der Hand was mit unseren Städten, unserem Land und der Welt passiert. Wegschauen hilft nicht.

Mehr zum Bündnis: https://xn--wir-fr-demokratie-62b.org/

Aufgenommen am 23.03.26 gegen 20Uhr.

Neue Folgen gibt es jeden zweiten Mittwoch!

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Transkript anzeigen

00:00:00: Sie haben eben diese ganzen Krisen angesprochen in der Welt.

00:00:03: Ich kann einen Trump und einen Putin nicht ändern, ich kann eine Corona-Krise nicht ändern aber ich persönlich kann doch auf die Straße gehen und mich einsetzen für die Demokratie Und dann kann ich besser auch diese Krisen aushalten weil ich aktiv bin.

00:00:17: Also es gibt Wege Es gibt Möglichkeiten.

00:00:21: Dann muss sich nur darauf einlassen.

00:00:29: Herzlich willkommen bei Deutschland Deine Demokratie.

00:00:32: Mein Name ist Marc Hamacher und ich spreche hier alle zwei Wochen mit spannenden Gästen rund um Demokratie und Politik.

00:00:38: Ich bin hier, um etwas zu lernen von Menschen die mich interessieren und über Themen die ich für relevant halte.

00:00:43: Also hört gern zu und schaut für alle weiteren Infos rund um den Podcasts und für mehr Content gerne auch bei Social Media vorbei und hinterlasst dem Podcast gerne eine Bewertung!

00:00:52: Alles Wichtige findet ihr in den Show Notes.

00:00:56: So,

00:00:57: legen wir los.

00:00:57: Heute sitzt bei mir Eva Kirbisch vom Bündnis Wir für Demokratie in Langenfeld.

00:01:02: Herzlich willkommen im Podcast!

00:01:05: Ja vielen Dank für die freundliche Einladung.

00:01:07: ich bin sehr froh hier zu

00:01:08: sein.

00:01:09: Jetzt werden wir gleich noch ganz viel über Wir Für Demokratie sprechen aber davor stellt sich natürlich die Frage wer ist eigentlich Eva Kirbs?

00:01:18: Ich bin ein Mensch der sich seit seines Lebens immer irgendwo ehrenamtlich eingesetzt hat In meiner Jugend für den Behindertensport, dann kamen die drei Kinder.

00:01:29: Dann war ich eher in der Schulpflegschaft oder im Schulverein tätig und als sie dann ziemlich pflüge geworden sind habe ich mich mehr und mehr für die Themen Politik und Vielfalt und Gerechtigkeit eingesetzt.

00:01:46: also Ich hab das kleine Netzwerk Langenfeld-Lieb-Vielfalt gegründet.

00:01:52: Über dieses Netzwerk bin ich dann an wir für Demokratie gekommen.

00:01:57: Ja, Sie haben ja jetzt gesagt, sie haben sich schon früh ehrenamtlich engagiert.

00:02:01: Wo kam dieses Interesse her?

00:02:02: Weil es ist immer schön wenn Menschen das machen und es gibt zum Glück sehr viele Menschen die das machen.

00:02:06: aber da ist natürlich immer die Frage wie kommt's dazu?

00:02:10: Ich habe damals für die Zeitung geschrieben hatte ein Artikel zu schreiben über die Behinderten-Sportgemeinschaft in Langenfeld Und als ich vor Ort war war ich sehr positiv überrascht von den Menschen dort, von dem herzlichen Miteinander.

00:02:27: Und ja die Vorsitzende, die war ziemlich tough und sagte ja wollen sie nicht einfach mal so vorbeikommen?

00:02:32: Dann habe ich mit mir gerungen bin dann irgendwann gekommen, bin dann geblieben.

00:02:36: Bin dann irgendwann zweite Vorsitzender geworden.

00:02:38: Ich war Dezernentin für den Behindertensportverband Nordrhein-Westfalen.

00:02:42: wie das dann so ist

00:02:43: Also quasi man, eine Tür öffnet sich und der Stein kommt ein bisschen ins Rollen.

00:02:48: Und dann ergeben Sie sich Möglichkeiten und Möglichkeiten und sie sind dem Ganzen einfach so ein bisschen gefolgt.

00:02:53: Genau!

00:02:53: Und gleichzeitig sieht man ja mein Gott wie viel Freude das bereitet?

00:02:56: Wieviel kann man

00:02:57: lernen?!

00:02:58: Man lernt unheimlich viel neben der beruflichen Entwicklung.

00:03:02: Man kommt mit spannenden Leuten zusammen, man ist selbstwirksam und kann etwas bewegen.

00:03:06: Ich bin ein Mensch, der gerne Ideen entwickelt und da hat man eine Spielwiese nach dem nächsten.

00:03:11: Das macht einfach Spaß!

00:03:14: Was machen Sie beruflich?

00:03:15: Ich bin Kommunalbeamtin beim LVR-Landschaftsverband Rheinland – zweiundzwanzigtausend Mitarbeiter.

00:03:22: Und ich arbeite dort für eine Förderlinie im Kulturbereich.

00:03:26: Sie haben jetzt eben schon vom Ehrenamt gesprochen, von Beruf.

00:03:31: Ist denn da noch Zeit für Hobbys?

00:03:33: Für was ich nicht... Was musikalisches, versportliches oder irgendwas in die Richtung?

00:03:37: Also wenn ich ehrlich bin, so richtig viel bleibt da wirklich nicht.

00:03:40: Ich hatte einen Garten, den habe ich irgendwann zum Naturgarten umgetauft weil es der auch nicht mehr so ordentlich aussieht wie er vielleicht sein sollte.

00:03:49: aber da wühle ich ganz gerne drum und ich reise gerne, ich lese sehr gerne ja und mein Mann das ist das große Glück ist auch politisch aktiv, der ist Ratz hier in Langenfeld und insofern ist da auch Verständnis für einander.

00:04:05: Jetzt stellen sich natürlich alle die Frage, die es noch nicht wissen.

00:04:08: Was ist jetzt dieses Bündnis Wir für Demokratie?

00:04:12: Wie ist das entstanden und wie sind Sie quasi dazugekommen?

00:04:16: Fangen wir vielleicht wirklich mal am Anfang an!

00:04:19: Was ist denn das Bündnis Wir für demokratie?

00:04:21: Würden sie das selber beschreiben?

00:04:24: Das Bündnes Wir Für Demokratie ist ein Zusammenschluss von Kirchenvereinen, demokratischen Parteien in Langenfeld.

00:04:38: Dann auch eine große, schar ehrenamtliche Menschen, Einzelpersonen und Privatpersonen die alle das eine Ziel verbindet – die Bewahrung der Demokratie in Lungenfeld.

00:04:50: Wir haben uns im Jahr zwanzig vierundzwanzig das erste Mal zusammengefunden.

00:04:54: Das war eine Initiative von einer Dame Doris Sandbrink Die in dem Arbeitskreis Leben im Stadtteil, die Idee vorangebracht hatte wir müssen etwas tun für unsere Demokratie.

00:05:07: Und das erste Treffen damals stand hat dann stattgefunden am achtzehnten Januar zwanzig vierundzwanzig.

00:05:13: ich hatte per Zufall davon erfahren willst du nicht dazu kommen?

00:05:17: ja klar ist auch mein Thema.

00:05:19: und bei dieser ersten Sitzung am achtzenten Ersten sassen also da etwa zwanzige Leute und viele kannten sich gar nicht.

00:05:27: Wir hatten also das gemeinsame Ziel, wir müssen was für die Demokratie tun.

00:05:31: Und gleichzeitig hatte uns die Realität eingeholt.

00:05:34: Ganz Deutschland war ein Aufruhr.

00:05:36: Die Remigrationspläne aus Potsdam waren bekannt geworden und einen Druck lag im Raum.

00:05:42: Also es gab dann eine kurze Vorstellrunde und dann einfach die Frage auf dem Tisch, was machen wir denn jetzt?

00:05:48: Und eigentlich stand da ziemlich schnell fest, dann machen wir jetzt auch ne Demo so wie in jeder anderen Stadt auch.

00:05:52: Wir gehen jetzt auf die Straße und zwei Wochen später waren dann viertausend Menschen.

00:05:59: Das war die größte Demonstration, die Langfeld je gesehen hat auf der

00:06:02: Straße.".

00:06:03: Und jetzt – Sie haben ja gerade schon gesagt es gab in ganz vielen Städten diese Demonstraktionen aber ich kenne jetzt wenig Beispiele wo sich so was Großes auch im Nachhinein und auch so langanhaltend daraus entwickelt hat.

00:06:17: Was war denn hier vielleicht anders?

00:06:20: Also uns war natürlich bewusst.

00:06:22: Wir müssen gucken, dass wir die Leute, die da hinkommen und die natürlich ein starkes Interesse haben, dass diese Flamme, die hier brennt, nicht ausgeht.

00:06:32: Und wir hatten das große Glück gehabt, wir hatten schon einen Logo.

00:06:35: Das bestand schon!

00:06:36: Und wir hatte eine Homepage, die war kurzfristig gestrickt worden.

00:06:40: Da habe ich gesagt dann können wir auch schnell noch Newsletter auf die Reihe kriegen.

00:06:43: Und bei der Moderation wurde direkt gesagt, wer Interesse hat an den Newsletter kommt am Ende der Kundgebung nach vorne und da konnte man sich schon eintragen.

00:06:50: Das heißt wir hatten die Leute direkt an der Stange.

00:06:53: Und das war natürlich ein Riesenglück!

00:06:56: Ich muss auch sagen es war eine ganz besondere Stimmung.

00:06:59: also diese Stadt... viele Leute fragen sich wo kann man hier stolz drauf sein in Langenfeld?

00:07:04: Aber das waren alle sehr berührt und bewegt bei dieser Kundgebungen.

00:07:10: ich bin dazu Stage Managerin gemacht worden, ich wusste überhaupt nicht vorher was das ist.

00:07:18: Also die Person, die den Bühnenablauf koordiniert, da kam dann einfach ein Unternehmer der auch einen Redebeitrag hatte auf mich zu und sagte Ich halte es nicht mehr aus!

00:07:30: Ich will jetzt sofort dran, weil ich meine ganz ehrlich.

00:07:33: Wir hat schon mal vor viertausend Menschen geredet und dann stand der Herr, der Leiter des Wasserski in Langenfeld ein wirklich eine gestammene Persönlichkeit und sagte auch als ersten Satz das hier ist meine erste Demonstrationen und ich bin stolz darauf hier zu sein.

00:07:48: Ich bin stolzt auf diese Stadt.

00:07:50: und dann sagt er auf diesen legendären Satz den wir immer wieder sehr gerne zitieren Demokratie ist ein Mitmachprojekt.

00:07:57: Wir hatten eine interkulturelle Band, da wir haben den Kerlekor gehabt zum Chor von Männern die dann das Lied Freiheit angestimmt haben.

00:08:04: Es war sehr bewegend es war sehr berührend und es war eine unheimliche

00:08:09: Hochstimmung da.

00:08:11: Und das ist ja auch was wenn ich jetzt an diese Zeit an diese Demonstrationsrückdenke glaube ich fast alle Leute gepackt hat.

00:08:18: also wirklich wo die das einzige wo ich mich so in meinen Lebzeiten erinnern kann Ich bin zweitausend geboren Wo einfach die Mitte der Gesellschaft auf die Straße gegangen ist und das irgendwie alle ja berührt hat wirklich.

00:08:32: Und auch Ja, wirklich also von jung bis alt Alle waren irgendwie da und es war einfach Eine emotional aus sehr aufgeladene Zeit.

00:08:42: und dann natürlich einfach schön dass Aus so etwas negativen wir eigentlich sowas schlimme was da initial passiert ist Dann so eine schöne Bewegung entstanden ist und es ja noch umso schöner, dass sie dann dieses Momentum quasi aufgegriffen haben.

00:08:57: Um da jetzt langfristig was daraus zu machen weil Es ist ja schon so das wir grundsätzlich dieses momentum in bei vielen leuten und in vielen städten Und den vielen köpfen schon wieder verlogen gegangen ist.

00:09:07: gerade wenn man Jetzt Ja die jetzige weltlage die vielen krisen die es gibt Da ist für viele sag ich jetzt mal der der Luxus sich mit dem Demokratieproblem hier auseinanderzusetzen.

00:09:21: Der ist gar nicht mehr so dringend

00:09:23: da,

00:09:24: weil so viele andere Probleme einfach bestehen.

00:09:28: Jetzt aber noch mal quasi... Wir nehmen jetzt die Demonstrationen, die Demostration sind dann langsam abgeklungen.

00:09:34: Wie haben sie weitergemacht?

00:09:36: Ja, wir haben also an dem Tag der Demonstrationen.

00:09:39: Wir haben ohne E-Mails bekommen und eine davon war der Leiter der Schützenhalle.

00:09:43: in Regerad ist ein Stadtteil von uns im Norden von Langfeld, der sofort angeboten hat ihr könnt die Schützen Halle das ist der größte Saal den wir in Langfeld haben kostenlos bekommen Und dann haben wir vier Wochen danach fahren dann schon die Demokratiekonferenz statt.

00:09:58: Das heißt, wir hatten mit dem Newsletterjahr ganz viele Leute erreicht und dann waren hundert Leute in der Schützenhalle.

00:10:05: Und dann haben wir nach dem Prinzip des World Cafés – es war ein einzelne Tische zu bestimmten Themen – konnten ihre Ideen vortragen.

00:10:13: In bestimmten Zeitfenstern dann tönt er in Gang und dann konnte man wieder wechseln So ein Tisch geleitet, auch das hatte ich noch nie vorher gemacht.

00:10:23: Und bin überrannt worden quasi von diesen ganzen Gedanken und Wünschen und habe mir dann direkt jemanden gekreilt und hab gesagt du musst mich jetzt hier unterstützen!

00:10:33: Ich schaff das nicht alleine.

00:10:34: also diese ganzen Karten schreiben und es gab dann eine Pause.

00:10:38: hinterher hat man an Wänden die Ergebnisse präsentiert und viele dieser Ideen sind auch tatsächlich umgesetzt worden.

00:10:45: Okay wow Wollen Sie vielleicht schon mal ein bisschen was von ja, Einzwei-Projekten so ein bisschen erzählen?

00:10:52: Also es gibt ja eine große Bandbreite an Projekten und Sachen die sich schon umgesetzt haben als Bündnis.

00:10:59: Vielleicht so ein zwei Beispiele jetzt.

00:11:01: Vielleicht ihre Lieblingsprojekte.

00:11:04: also ich sage immer noch das Kernstück unserer Arbeit ist eigentlich der Gegenüberstand.

00:11:09: Das ist ein Pavillon in der Innenstadt indem wir regelmäßig Präsenz zeigen.

00:11:16: Wir haben damals ziemlich schnell, ich glaube auch ein Monat danach mit einem... Den hatte ich besorgt so einen bunten Schirm angefangen ganz einfach und paar Flyer in der Hand Und einfach mit den Leuten ins Gespräch kommt.

00:11:27: zum Thema Demokratie.

00:11:29: Manche sind ja auch einsam.

00:11:31: Also es geht nicht immer nur um eine Unzufriedenheit mit der Politik Das haben wir auch festgestellt.

00:11:37: Aber das ist ein Punkt.

00:11:40: Einmal im Monat sind wir da während des Wahlkampfs.

00:11:43: Also sind wir alle sechs Wochen so wie jede Partei auch in der Innenstadt vertreten.

00:11:48: und ja, der Unternehmer den ich eben genannt hat, er hat uns dann nach kurzester Zeit an diesen großen Faltpavillon gestiftet das sieht natürlich dann direkt auch schon wieder anders aus und die Gruppe ist dann auch gewachsen.

00:12:02: also will es kommen Leute zu uns an den Stand die sagen sie finden das toll was ihr macht?

00:12:06: Ich möchte mitmachen!

00:12:07: Und das ist natürlich klasse.

00:12:10: Wir haben ja auch unter anderem im Programm die Argumente gegen Stammtischparolen.

00:12:14: Das ist ein Bildungsangebot, Seminare sind das und alle Leute, die am Stand arbeiten, die da aktiv sind, haben auch dieses Seminar besucht.

00:12:22: dass sie auch sprechfähig sind, das ist ja auch wichtig.

00:12:26: Ja

00:12:27: tatsächlich hat eine Freundin von mir hat da mal mitgemacht und mir davon auch erzählt ... und dass sie das mit diesen ja, wie geht man so gegen Stammtischparolen vor?

00:12:38: Total super fand.

00:12:39: Aber jetzt mal zum Beispiel an dem Beispiel mit den Stammtestparolen... Wie entwickelt sich denn jetzt diese Idee?

00:12:46: Also Sie haben jetzt gesagt, Sie hatten ja quasi dieses Brainstorming da gehabt aus dem ganz viele Ideen entstanden sind.

00:12:52: aber jetzt muss es ja ganz umgesetzt werden.

00:12:56: Es muss ja sich irgendwie ein Konsens finden, wie man das macht.

00:12:58: Ich meine, die sind ja auch eigentlich politisch-neutral ja in dem Sinne, sie gehören ja keiner spezifischen Parteien sondern einfach quasi für die Demokratie.

00:13:09: Der ist ja sicherlich auch teilweise schwierig die genaue Umsetzung zu gestalten.

00:13:15: Ja je nachdem wie man das sieht.

00:13:17: also wir hatten ja dieses Team.

00:13:19: ich habe am Anfang erzählt dieser Arbeitskreis Leben im Stadtteil woraus sich diese Demokratiegruppe entwickelt hat und die haben sich regelmäßig getroffen also allein Da haben sich im Rathaus getroffen.

00:13:32: Und da auf der Tagesordnung steht immer, wo ist welche Idee?

00:13:36: Welche Projekte was steht an?

00:13:38: und wir haben von Anfang an so agiert dass einer gesagt hat hey ich könnte mir dies und jenes vorstellen.

00:13:45: und dann haben alle gesagt finden wir gut wir unterstützen dich.

00:13:48: also es ist wirklich sehr viel intuitiv passiert.

00:13:53: die eine klassische Struktur wie man das vielleicht aus anderen Bündnissen oder Vereinen kennt gab es noch nicht, daran arbeiten wir jetzt.

00:14:01: Das haben wir uns jetzt vorgenommen nach der Kommunalwahl, dass wir uns etwas strukturierter aufstellen.

00:14:07: aber auch dieser Prozess ist nicht

00:14:09: einfach.

00:14:09: Okay also das ist einfach sehr schön organisch gewachsen und es hat einfach funktioniert weil einfach das Momentum da war und dann so viele Leute dazugekommen sind.

00:14:18: Es gibt ja auch, dass ich vielleicht auch noch sehr wichtig zu erwähnen, es gibt die Dokumentationen über das Ganze Die gibt's auf YouTube und auf der Website, die man sich ansehen kann Und da sieht man ja eben auch genau diesen ganzen Prozess, von Anfang bis jetzt aktuell quasi.

00:14:38: Da bist du halt die Doku rausgekommen ist und da hat man auch das Gefühl bekommen dass ganz viele Leute aus ganz vielen verschiedenen Bereichen da auch Unterstützung angeboten haben.

00:14:47: also sie haben wir gerade von diesem einen vom Wasserschiel dem Herrn gesprochen.

00:14:53: Wer sind denn so vielleicht die interessantesten Menschen die Sie kennengelernt haben durch das Bündnis?

00:14:59: Ja, also ich sag mal die Initiatur in Doris Sandbring ist wirklich eine ganz besondere Frau.

00:15:04: Ein Energiebündel, die selber auch diese Schulungen, Argumente gegen Stammtischparolen bei Professor Huffer der ja die Idee dazu hatte gelernt hat.

00:15:15: Die kennen sich seit Jahrzehnten und Doris ist der Dreh-und Angelpunkt bei unserem Bündnis das kann man schon so sagen.

00:15:21: aber es sind so viele wirklich auch andere interessante Leute dazugekommen.

00:15:28: Von den Partnern, von den einundsechzig Bündnispartnern kann ich jetzt so sagen der stärkste Partner für uns ist und bleibt die Stadtverwaltung Langenfeld.

00:15:36: Das muss man einfach sagen.

00:15:37: sie sind per Ratsbeschluss uns beigetreten.

00:15:40: das ist wirklich was ganz Besonderes.

00:15:42: da sind wir wirklich unheimlich glücklich.

00:15:45: Und das heißt auch der Bildungsauftrag wird also in der VHS oder bei der Kinder- und Jugendbeteiligung umgesetzt Amtlichen Kräften und das ist natürlich ein Fund.

00:15:55: Das ist was ganz Besonderes, aber wir haben auch ganz starke Vereine.

00:15:58: der Verein Meilenweit

00:16:00: e.V.,

00:16:00: ich habe eben von der interkulturellen Band erzählt die erste Demo direkt unterstützt hat.

00:16:07: Die beispielsweise hatten die Initiative gemacht zu dem Demokraties Song Contest zu den wir vielleicht noch kommen Dokumentation angestoßen oder jetzt auch das Podcast.

00:16:19: Es gibt ja auch einen Langenfelder Podcast, Menschen die was zu sagen haben.

00:16:23: Auch es wert einfach mal reinzuhören ganz interessante Interviews genau also.

00:16:30: das sind auch sehr agile Menschen den die dafür brennen.

00:16:35: für das Thema ist schwer jetzt noch einzelne Menschen hervorzuheben aber Ich glaube, die Vielfalt macht uns letztlich aus.

00:16:44: Und ich finde es auch gar nicht schlimm – das muss ich jetzt ganz ehrlich sagen – ob der eine mehr oder weniger macht?

00:16:50: Das ist völlig in Ordnung!

00:16:53: Die Gemeinschaft zählt und Demokratie braucht Zusammenhalt.

00:16:57: Das war das Motto unserer zweiten Demo.

00:17:00: Das versuchen wir zu praktizieren und die einzelnen wertschätzend so wahrzunehmen wie sie sind Auch die verschiedenen Bündnispartner.

00:17:08: Und das sollte ich vielleicht jetzt auch unbedingt sagen, wir haben fünf demokratische Parteien bei uns im Bündnis – auch das ist ein Novum oder was ganz Besonderes!

00:17:18: Also tatsächlich ist da auch ... Die CDU ist bei uns auch Bündnespartner und ich kenne jetzt mittlerweile, ich bin jetzt quasi gerade auf Vernetzungskurs in Rheinland unterwegs... Das gelingt ja den Wenigsten, dass man diese Beide bran- Bandbreite an Parteien dabei hat.

00:17:38: Ja, das ist was ganz Besonderes und mir auch schon aufgefallen.

00:17:41: Ich habe mir auf der Website damals die ganzen Organisationen angeschaut und es ist ja schon eine enorme Vielfalt, die sich eben auch da abbildet.

00:17:49: also dass auch wirklich etwas ganz besonderes.

00:17:52: Ich weiß nicht zu den Stammtischparolen können sie sich gut genug aussetzen mal so ein paar Beispiele zu machen, dass man sich das vorstellen kann oder sonst auch alternativ aus noch einem anderen Format ein paar Beispiele zu nennen.

00:18:08: Das ist jetzt ein bisschen schwierig, als ich das Seminar besucht habe... haben wir eben in Rollenspielen selber Szenen nachgespielt.

00:18:17: Und es musste einer natürlich auch dem Wettgei dann spielen, das gehört dazu wo wir versucht haben die Strategien die uns beigebracht wurden anzuwenden und das war sehr unterschiedlich.

00:18:29: also ich kann mich jetzt nur an die Szene sogar Das war ein Familientisch, wo es unterschiedliche Meinungen eben zum Thema Menschen einer anderen Herkunft gab.

00:18:39: Die Diskussion die da geführt wurde aber das ist sehr individuell und hängt natürlich von Kurs ab weil das ja dann auch von den Menschen getragen wird, die mit ihren Erfahrungen da reingehen.

00:18:51: ganz wichtig ist diese erste Vorstellrunde wo jeder von sich erzählt warum ihm das so wichtig ist oder wo er Ausgrenzung erlebt hat, oder dass nicht ertragen kann.

00:19:01: Oder vor allen Dingen auch sprachlos war.

00:19:03: Es geht ja darum raus aus der Sprachlosigkeit zu kommen.

00:19:08: Diese Situation kann sich ja jeder irgendwie vorstellen, egal in welchem Kontext.

00:19:14: Egal ob die Position jetzt links oder rechts von der Position, die man selber hat ist.

00:19:19: Man hat immer beim Familienfest oder auf der Arbeit oder im Bus immer gibt es Situationen wo man das Gefühl hat okay hier passiert was was nicht ganz richtig ist und man weiß oft nicht wie man damit umgehen soll.

00:19:34: Ja, was man sagen soll oder ob man überhaupt etwas sagen sollte.

00:19:38: Und das ist also auch so ein bisschen das Ziel da den Menschen einfach an die Hand zu nehmen und irgendwie einfach Hilfe zu leisten in solchen Situationen.

00:19:48: Ja, und man sollte da nicht unbedingt so perfektionistisch an sich herangehen.

00:19:51: Das ist ganz wichtig.

00:19:52: Wichtig ist, dass man etwas sagt!

00:19:54: Und es geht auch gar nicht unbedingt in erster Linie darum, das man den Verursacher jetzt dreht.

00:20:00: Der Anspruch ist extrem hoch, sondern einfach nur, dass da jemand is der Wiederworte sagt?

00:20:05: Dass vielleicht der Ausgegrenzte mithilfe erfährt... ...und dass auch das Umfeld das mitbekommt.

00:20:12: Hey, da iss jemand, der ergreift dir das Wort.

00:20:15: Also das ist... viel wichtiger als den Aggressor irgendwie zu drehen.

00:20:21: Das denke ich ist vielleicht eine ganz wichtige Nachricht, die man da mitnehmen sollte aus so einem Kurs.

00:20:26: Sie haben eben schon vom Demokratiesong erzählt.

00:20:30: Würden sie da vielleicht noch mal ein bisschen Kontext geben?

00:20:33: Ja das war was ganz Sensationelles alles.

00:20:36: Das hat so die normalen Grenzen von jeglichen ehrenamtlichen Engagement in meinen Augen gesprengt.

00:20:43: Also dieser Verein hat einen Aufruf gestartet, Leute schickt uns doch eure Ideen für ein Demokratiesong.

00:20:53: Und es gab eigentlich wenig Begrenzungen!

00:20:56: Wie das so ist bei so Wettbewerbern – man weiß ja überhaupt nicht, es ist eine Blackbox – beteiligt sich.

00:21:01: Einer, machte einer mit.

00:21:02: Also zum Glück die VHS hat also dann die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und man konnte während der Bewerbungsphase Unterstützung bekommen.

00:21:10: Und tatsächlich kam da auch schon Einzelpersonen oder auch Köhre oder Bands, die Unterstützung eingefordert haben weil ja auch Profimusiker in der Jury waren, die dann diese VHS-Kurse begleitet haben.

00:21:22: Und unterm Strich haben hundertfünfzig Menschen sich beteiligt... große Anzahl Menschen, viele die noch nie eine Zeile zu Papier gebracht haben.

00:21:31: Die wirklich gesagt haben das ist es mir jetzt einfach mal wert.

00:21:35: ich versuche dass.

00:21:36: Es war ein Schulklass, Klassen dabei, Chöre und ich sage jetzt bei dem Finale als der Vorhang aufging standen da zwei siebenjährige Mädchen.

00:21:45: Flora und Paula haben sich an der Hand gegriffen und sagen, Demokratie ist mein bester Freund.

00:21:55: Also es war sowas von rührend.

00:21:56: das lief dann außerhalb des Wettbewerbes aber das wurde auch gewürdigt und war natürlich schon eine wunderbare Einstimmung auf diesen Abend.

00:22:05: Es gab dann vier Kategorien weil man kann eben nicht einen Koop vergleichen mit einer Profiband.

00:22:11: Also es gab dann vier verschiedene Kategorien.

00:22:14: Viermal wurde ein Preis verliehen und das Publikum konnte mit votieren, das war also jetzt nicht so dass nur die Jury das begutachtet hat, die auf der Bühne saß wie man's aus dem Fernsehen kennt und auch das Ganze kommentiert hat.

00:22:28: Auch das Publikum hatte also farbige Zettel und musste dann, ich war für die Ehrenamt dazustellen nicht durch die Reihen gerannt und haben gezählt.

00:22:38: Dann gab es zwei Leute, die eben das ganze auswerten mussten jeweils... Also es war ein sehr stimmungsvoller Abend.

00:22:45: Musik trägt, Musik nimmt mit Und auch dauerhaft.

00:22:50: diese Lieder, die da entstanden sind Begleiten uns ja jetzt auch immer wieder.

00:22:55: Wir nutzen die gerne dann an uns am Stand oder bei Veranstaltungen.

00:23:01: Haben Sie denn das Gefühl, dass dieses Interesse, wie es da akut quasi nach Demonstrationen und nachdem quasi alles angefangen hat?

00:23:11: Da war, dass das jetzt noch genauso besteht...

00:23:16: Ja, schwer zu sagen.

00:23:17: Also wir haben ja immer wieder Wahlen mit ziemlich krassen Ergebnissen und wer da noch nicht vom Sofa aufgestanden ist der tut es dann vielleicht... Wir hatten gestern in Rheinland-Pfalz die Wahl also der tut's dann vielleicht jetzt.

00:23:30: Eigentlich finde ich dass die Politik, die Geschichte das was gerade passiert Die Leute schon immer wieder dazu treibt auch sich an uns zu wenden in der Massivität, wie es damals war.

00:23:45: Natürlich das räume ich ein nicht aber das war natürlich auch einen besonderen Anlass.

00:23:52: wir müssen mal gucken was wie die Parteien sich weiterentwickeln.

00:23:56: Uns ist wichtig, dass wir zumindest in unserem langen Feld die politischen Parteien zusammenhalten.

00:24:02: Wir gehen auch in die Ratssitzung, in die Ausschusssitzungen.

00:24:05: Wir sitzen damit unseren bunten Hoodies mit unserem Logo... Ich sehe das jetzt nicht, dass es die Wächter sind, aber wir schauen zu und sind anwesend.

00:24:15: Und die Politiker, die unsere Bündnispartner sind finden das

00:24:19: gut!

00:24:20: Also wir sind da auch eine Wand, wir stärken den Rücken.

00:24:22: Genau was kriegen Sie denn jetzt quasi aus der Politik so gespiegelt?

00:24:26: Die sind immer begeistert dass wir in der Innenstadt da sind.

00:24:30: wenn wir am Gegenüberstand stehen kommen gerne auch vorbei oder spielen auch mit je nachdem.

00:24:36: wir bieten ja da auch Spiele an unterschiedlichste Dinge und das ist ein wohlwollendes Miteinander.

00:24:46: Braucht es vielleicht auch so ein bisschen ja so ne Art Plattform, so eine Art Ort wo man sich von verschiedenen politischen Positionen quasi begegnen kann.

00:24:59: Ohne dass man jetzt direkt sieht oh derjenige hat ne grüne Position und derjenig hatte ne gelbe Position Wo man sich quasi von vornherein schon ein bisschen ausschließt.

00:25:08: wenn ich jetzt so wie weiß ich diese ganzen Stammtische

00:25:14: Ja,

00:25:15: Aktionen die es so in den Städten eben von den Parteien gibt dann würden ganz viele schon gar nicht da hingehen weil es halt nicht die Partei ist die man selber gut findet.

00:25:23: Aber jetzt wenn es ein Bündnis ist wo man weiß okay da irgendwie... Die haben in dem Sinne keine Position sondern die wollen einen Ham einziehen und das als Demokratie zu stärken Dann schafft es ja vielleicht eine viel größere Offenheit wieder freier zu sprechen.

00:25:41: Man ist ja schon oft so, dass man wenn es jetzt um eine bestimmte politische Partei geht, das man da schon mit sehr viel Ballast in einen Gespräch reingeht und das gibt's beim Bündnis eben nicht sondern irgendwie einfach nur alle wollen gemeinsam an einem Strang ziehen um ein Ziel zu erreichen und so sollte es vielleicht generell in der Politik sein.

00:26:02: also zeigt vielleicht auch so ein bisschen Held Und so ein bisschen einen Spiegel vor, dass die Demokratie eigentlich ja genauso sein sollte.

00:26:11: Das fällt mir jetzt nur gerade ein.

00:26:15: So ein bisschen zu grübeln, sage ich mal, warum das nicht mehr so ist.

00:26:22: Neutrale Orte finden?

00:26:24: Schaffen?

00:26:25: wo man in den Austausch gehen kann, ohne dass es parteipolitisch eingefärbt ist.

00:26:30: Also ich nenne mir jetzt mal ein Beispiel wir haben ja unter anderem auch einen Stadtteiltreff gegründet.

00:26:35: Wir wollen jetzt in jedem Stadtteil das machen und wir haben in Richtrad angefangen.

00:26:39: Das ist der sogenannte Richtratertreff.

00:26:41: Dafür treffen uns Mitwuchs im Schaustall Und in Richard soll eine neue Obdachlosenunterkunft errichtet werden Und wir haben dann auch – und das kam auch mit der Wunsch aus der Politik, dass wir da eine Veranstaltung zu machen.

00:26:55: So, jetzt wollen wir aber neutral sein.

00:26:57: Das heißt, wir haben dann jemanden eingeladen aus der Stadtverwaltung den Dezernenten fürs Soziale, der uns dann neutral die Sicht, den aktuellen Planungsstand geschildert hat, den Besuchern und Wir hatten zu Beginn als die Gäste reinkamen jedem einzelnen eine Nummer in die Hand gedrückt durch Numeriz Und die Tische waren auch nummeriert.

00:27:21: man fand sich also wieder an einem Tisch, nicht mit dem Ehepartner am gleichen.

00:27:28: Mit Menschen die man jetzt nicht unbedingt kannte und viele aus der Politik waren aber auch anwesend und dann gab es Gesprächsrunden und wir hatten das also dann auch neutral moderiert und jeder bekam seine Zeit, seine Sicht auf die Dinge vier Minuten lang zu schildern.

00:27:44: Das ist recht lange.

00:27:45: Das sind auch viele Leute gar nicht mehr gewohnt.

00:27:48: möglichst ohne Unterbrechung reden zu dürfen oder auch reden zu lassen war aber wohl sehr interessant für alle.

00:27:57: und es gab dann eine zweite Runde, wo man von seiner Wahrnehmung was man hier mitgenommen hat zusammenfassend durfte.

00:28:04: Und in der dritten Runde konnte man auf Karten schreiben, was man sich nun wünscht.

00:28:09: also wir haben eine politische Veranstaltung auch die Beine gestellt.

00:28:12: Es war ein brisantes Thema das war auch emotional aufgeladen von vielen Menschen.

00:28:17: Aber wir haben es geschafft Neutral den Leuten die Möglichkeit zu geben sich zu äußern, zu artikulieren.

00:28:24: und die Ergebnisse die an der Wand waren.

00:28:25: Die Karten die jede Partei hat sich das abfotografiert und auch der Herr von der Stadtverwaltung hat das dann mitgenommen.

00:28:31: also es gibt Wege Es gibt Möglichkeiten.

00:28:35: Wann muss ich nur darauf einlassen?

00:28:38: Ja ist ein wunderbares Beispiel finde ich wirklich klasse.

00:28:43: sollte man sich vielleicht auch so ein bisschen halt vielleicht ein Beispiel dran nehmen wieder mehr zu integrieren.

00:28:51: Jetzt haben sie ja schon ganz viele positive Sachen erzählt, das gerade auch gab es jetzt auch negative Momente Dinge die nicht so gut gelaufen sind Momente wo sich vielleicht ein bisschen gezweifelt haben.

00:29:05: also wir haben beispielsweise begleitend zur Kommunalwahl eine Plakatkampagne gestartet.

00:29:14: Wir haben also Einzelpersonen aufgenommen, unter dem Motto Langenfeld zeigt Gesicht klare Kante für Demokratie und wir hatten einen professionellen Fotografen der als Porträt gemacht hat.

00:29:25: ich hatte mir dann auch jeder durfte ein individuellen Spruch zu sich noch zum Thema Demokratie nennen.

00:29:31: das haben wir auf den Einzelporträts gehabt.

00:29:33: wir haben aber auch große Porträts gehabt, wo wir die ganzen Gesichter nebeneinander hatten und im Stadtgebiet waren also auf großflächigen Plakaten in den Bushaltestellen.

00:29:44: Wir haben in Geschäften gehabt, wir hatten eine Ausstellung mit den Einzelporträts.

00:29:49: Und da war schon nach dem ersten Tag als die Plakatinnen-Bushaltestellungen an einem Wahn Hakenkreuze mit Edding draufgemalt.

00:29:57: Das ist Hinterglas.

00:30:00: Das haben wir natürlich polizeilich gemeldet und der Staatsschutz wurde auch eingeschaltet.

00:30:05: Das ist natürlich schon erstmal ein Dämpfer, aber letztlich dann auch ist das etwas was uns nicht zurück schrecken lässt.

00:30:12: also man muss eben mit gegen Attacken auch leben.

00:30:19: dass habe ich auf Social Media schon häufiger erlebt wenn und das gehört dazu.

00:30:24: Aber im Prinzip stärkt es einen nur, weil wir wohl den Nerv von jemandem getroffen haben.

00:30:29: Und ich finde... Das

00:30:32: heißt das wirkt?

00:30:34: Ja genau.

00:30:36: Es ist ja immer so ein bisschen die Frage wie umfangreich das ist wenn man jetzt sehr viel haste Kommentare und Drogen oder so bekommt je nachdem.

00:30:45: also gibt ja viele Leute in der Öffentlichkeit den genauso was quasi passiert, dann kann es ja auch irgendwann sagen jetzt mal zu viel werden oder man macht sich Sorgen um seine eigene Sicherheit.

00:30:55: Oder so wie das leider wirklich bei manchen Leuten die immer öffentlich stehen und sich auch öffentlich für Demokratie z.B.

00:31:02: einsetzen oder gegen Ausgrenzung einsetzen manchmal der Fall ist.

00:31:07: Sie würden sagen dass sind jetzt quasi Einzelfälle wo sie negatives Gespräch bekommen und hauptsächlich sind es wirklich Menschen die einfach begeistert sind von dem was sie machen.

00:31:15: Ja, vor allen Dingen seitdem wir ja immer größer geworden sind.

00:31:19: Wir sind ja enorm schnell gewachsen und unterstützen uns da sehr stark.

00:31:24: die Stadtgesellschaft wächst ja da zusammen unser Logo ist überall immer wieder sichtbar.

00:31:28: dafür sorgen wir also.

00:31:31: im Prinzip habe ich da gar nicht mehr so eine Sorge wie vielleicht am Anfang auch meine Kinder.

00:31:37: die hatten richtig Sorge um mich aber Ich empfinde das nicht so.

00:31:42: Ich war auch ganz beeindruckt, Sie haben auch extrem viele spannende Gäste, auch bei den einzelnen Veranstaltungen teilweise.

00:31:50: Auch zum Beispiel der Professor Fabian Zürchow, den ja auch bei mir mal ein Podcast war, die habe ich da auch wieder erblickt.

00:31:57: War ich sehr froh drüber!

00:31:59: Also auch da einfach eine... enorme Expertise, die auch zum Beispiel aus der Wissenschaft und auch da aus verschiedenen Perspektiven quasi mit reinkommen.

00:32:07: Das hat mir persönlich sehr gut gefallen.

00:32:09: jetzt ist natürlich so ein bisschen die Frage Wie sieht denn die Zukunft aus?

00:32:13: Wo soll sich das dann noch hin entwickeln?

00:32:15: was es ja so ein bissel vielleicht der Wunsch oder Division?

00:32:19: Ja, das ist die Vernetzungsarbeit.

00:32:21: Also wir nehmen Kontakt auf mit den Nachbarstätten.

00:32:26: auch der Kreis Metmann Wir sind ja eine kreisangehörige Stadt Ist da aktiv und Die Idee ist eben dass wir Den Schulterschluss dann irgendwo auch sichtbar machen.

00:32:37: Öffentlichkeitsarbeit ist enorm wichtig wird oft unterschätzt Und wir arbeiten daran am Anfang.

00:32:45: Ich gebe das offen zu, aber ich finde es sehr interessant.

00:32:50: wir nehmen Kontakt mit der mobilen Beratung beispielsweise auch auf.

00:32:54: Das ist ja diese Vernetzungsstelle für Bündnisse in NRW an die man sich wenden kann und über die versuchen wir auch größere Veranstaltungen dann für Bühntnisse stattfinden zu lassen ist allerdings noch ein bisschen Zukunftsmusik, aber das ist die Idee dass wir quasi größer lauter und sichtbar werden im Schulterschluss.

00:33:17: Wenn Sie jetzt über Vernetzung sprechen dann stellt sich natürlich auch so eine Frage mit allen anderen Städten die es quasi gibt.

00:33:23: also warum gibt sowas nicht in jeder Stadt?

00:33:26: quasi, ist die naive Frage.

00:33:29: Jetzt komme ich jetzt zum Beispiel aus Solingen.

00:33:32: Wie sieht denn jetzt z.B.

00:33:33: mit Solingen die Zusammenarbeit aus oder wie könnte sie idealerweise aussehen?

00:33:38: In Soling gibt es ja mehrere Bündnisse.

00:33:41: Wir sind in Kontakt mit Zwein, den Omaß gegen rechts und dem Solinger Appell.

00:33:48: Zusätzlich gibt's da einen sehr engagierten ehemaligen stellvertretenden Bürgermeister Thilo Schnor der sich auch für die Vernetzung einsetzt.

00:33:58: Ich finde es wichtig dass jedes Bündnis sein individuelles Profil behält.

00:34:04: Es ist sehr unterschiedlich das stimmt aber ist ja auch der eigene Charakter.

00:34:12: Das Langfelder-Bündnis wirkt für viele Leute sehr professionell.

00:34:16: Es ist anders aufgestellt als andere, aber ich finde das sollte auch niemanden einschüchtern oder sagen wie jetzt muss es so überall sein?

00:34:23: Nein die Vielfalt macht es ja gerade aus weil es gewachsen ist von den Bürgern und der Unterschiedlichkeit, die es umsetzen.

00:34:30: in Monheim beispielsweise laut Verliebe.

00:34:32: Die treffen sich im Wohnzimmern, um in den Dialog zu gehen.

00:34:35: Auch einen ganz interessanten Ansatz finde in den Austausch zu gehen, machen dann auch schöne Veranstaltungen.

00:34:45: Also diese unterschiedlichen Ansätze sind doch sehr interessant.

00:34:48: Ich war letzte Woche im Kampen eingeladen und dort kamen Leute aus einem Netzwerk oder Bündnis aus Viersen und dem Kreis Wesel auf mich zu.

00:34:59: Und die haben auch gesagt hey lass uns austauschen lasst uns treffen.

00:35:02: also da ist richtig was in der Luft und wir sind ja nicht die einzigen.

00:35:07: Und ja, ich freue mich richtig darauf.

00:35:09: Weil das sind alles interessante Menschen mit ganz tollen Ideen.

00:35:13: Wollen Sie einmal die Geschichte von dem XXL Jenga erzählen?

00:35:18: Sehr sehr gerne!

00:35:20: Hier in Solingen wurde eine Ausstellung eröffnet im LVR-Museum in der Gesengschmiede Hendricks.

00:35:26: Die heißt Spielräume Demokratie.

00:35:28: Da können Menschen in verschiedenen Räumen Demokratie spielerisch erleben.

00:35:33: Eine gute Mitmach-Ausstellung.

00:35:35: Und zur Eröffnung bin ich mit einer mitbündnisaktiven Gefahren, wie das immer so ist.

00:35:41: Kleiner Aufruf, wer kommt mit?

00:35:43: Susanne hat sich gemeldet, wunderbar!

00:35:45: Wir sind gemeinsam hingefahren und sie sagte dann schon als wir da Platz genommen haben... Guck mal, da vorne ist ein Städtisch und da ist ja so'n Jängerspiel Das sind ja diese Holzklötzchen die immer drei Stück nebeneinander im rechten Winkel zu einem Turm aufgetürmt werden.

00:36:02: Ja, okay.

00:36:03: Und dann begannen die Reden und als Thilo Schnor auf die Bühne ging hat er dann gefragt wer mit ihm Jenga spielen wollte.

00:36:11: Susanne direkt arm hoch das ist so eine ganz aktive gar keine Probleme hat auf die bühne zu gehen.

00:36:20: und dann wurde vorne das gemeinsam gespielt und der Bürgermeister hatte auf den Steinchen kurze Begriffe darauf geschrieben zum Thema Demokratie Vielfalt, Minderheitenschutz, Pluralismus – die unterschiedlichsten Begriffe.

00:36:37: Und immer wenn ein Klotz entnommen worden war, hat er dann das vorgelesen und von seiner Perspektive aus berichtet was das mit Demokratie zu tun hat?

00:36:48: Irgendwann kam natürlich der Punkt wie das immer bei diesem Spiel so ist dass der Turm zusammenbrach.

00:36:53: Das ist ja wenn wir der Demokratie so viele Bestandteile entnehmen, dann bricht sie zusammen.

00:36:59: Diese Symbolik hat Alle nachhaltig berührt und ich habe da gesessen, wow diese Idee ist gut.

00:37:05: Die kann jetzt hier nicht so verpuffen.

00:37:07: Und dann bin ich kurze Zeit später beim Nachbarn vorbeigegangen.

00:37:10: Da fiel mir ein der hat auch mal beim Nachbarschaftsfest dieses Jenga in groß nachgebaut Und das war das Match.

00:37:16: Dann habe ich Kontakt aufgenommen mit Thilo Schnor, der hat dann auch eine Firma gefunden hier in Solingen die tatsächlich kostenlos auf den von uns gekauften Holzklötzen und zu gesägten Holzklützen, die Begriffe drauf gelasert haben.

00:37:31: und dieses Spiel spielen wir am Gegenüberstand Und das ist wirklich toll, weil wir dann auch junge Menschen ansprechen.

00:37:37: Kinder kommen zu uns und ja, dann sagt er irgendwann der Fraktionsvorsitzende der CDU, oh je, wenn ich jetzt die Demokratie zum Einsturz bringe!

00:37:46: Aber es ist tatsächlich der Moment wo die meisten Handy-Kameras gezückt werden.

00:37:51: Es ist so... Ja aber wir verleihen das jetzt auch an Schulen.

00:37:56: und auch als ich das letzte Woche im Campen vorgestellt habe, das wird jetzt wohl auch noch woanders

00:38:00: produziert.

00:38:01: Sie haben jetzt ja auch richtig viel Verantwortung übernommen.

00:38:04: Also es hat sich jetzt einfach alles sehr schnell und sehr groß entwickelt.

00:38:09: Sie haben gesagt, das kostet auch alles viel Zeit, viel Energie.

00:38:12: sicherlich Wie hat das denn eigentlich ihr Leben verändert?

00:38:17: Ja sie haben mich eben nach den Hobbys gefragt die sich dann immer mehr verdönisiert haben.

00:38:22: Das ist quasi mein zweites Leben so kann man das sagen.

00:38:26: Von uns, denen geht es eben nicht anders.

00:38:29: Wir werden nach wie vor also die Flamme ist einfach nicht ausgegangen wir machen das weiterhin und Es tut so gut.

00:38:37: Also ich kann's anders jetzt nicht sagen.

00:38:39: Sie haben eben diese ganzen Krisen angesprochen in der Welt.

00:38:42: Ich kann einen Trump und ein Putin nicht ändern.

00:38:44: Ich kann eine Corona-Krise Nicht ändern aber ich persönlich kann doch auf die Straße gehen Und mich einsetzen für die Demokratie und dann kann ich besser auch diese Krisen aushalten weil ich aktiv bin.

00:38:57: Das ist ein ganz einfaches Rezept, also es ist eine Therapeutikung.

00:39:03: Ja wirklich so?

00:39:05: Also selbst Wirksamkeit quasi gegen all die Krise und alle Probleme.

00:39:12: Wie leicht ist es, einfach so den Kopf in den Sand zu stecken und zu sagen ich kann eh nichts ändern.

00:39:17: Aber meistens kann man irgendetwas ändern.

00:39:19: Und wenn's nur was Kleines ist und vielleicht nur ein paar Menschen irgendwie positiv beeinflusst dann hat das trotzdem etwas verändert.

00:39:29: Das stößt dann wiederum vielleicht Veränderungen an und man weiß nie wo er das im Endeffekt hin will.

00:39:34: also ich find noch mal ganz großartig dieses Projekt und grundsätzlich Leute die... Nicht aufgeben vor allen krisen sondern einfach sagen kommen wir machen jetzt was ne?

00:39:45: Wir haben hier eine idee das setzen wir um und wir finden schon irgendwie den weg.

00:39:49: Und das finde ich auch Ja, ich finde es auch einfach sehr motivierend zu hören... ...und es gibt ja ganz viele Menschen also ehrenamt im allgemeinen total viele menschen die nach ihrem ganz normalen job und am wochenende Ganz viele wunderbare projekte Auf die beine stellen diese so halt sonst nicht gäbe und sich nicht einfach allem ergeben.

00:40:11: Die nächste Frage wäre dann vielleicht ja so ein bisschen, wie hat sich denn jetzt ihr Verhältnis zu unserer Demokratie verändert?

00:40:19: Also von vor dem Bündnis zu jetzt.

00:40:23: Das ist das Verhältnissen der Demokratie hier in Deutschland.

00:40:27: Ich habe früher auch oft das etwas unmächtige Gefühl gehabt, dass was sie da oben machen kann ich eh nicht ändern und ich hab keinen Einfluss auf die Demokratie.

00:40:35: Ich habe das sehr in der Politik verortet.

00:40:38: Mittlerweile weiß ich, Demokratie beginnt vor Ort!

00:40:42: Und es fängt schon mit unserem Gespräch hier an oder mit einem wertschätzenden Gespräch der Bäckerin gegenüber oder wem auch immer, wo ich unterwegs bin.

00:40:54: Wir können im Kleinen was bewegen und unser Miteinander ist quasi der Grundpfeiler damit das demokratische Miteinander überhaupt funktioniert.

00:41:05: Insofern Politik fängt auch hier am Küchentisch an.

00:41:10: Ja es eine sehr schöne Botschaft.

00:41:14: Was ich mich jetzt noch gefragt habe muss sich in Deutschland da noch irgendwas verändern.

00:41:21: Also muss sich gesetzlich was verändern, muss sich politisch etwas verändern in der hin sich das Demokratie so mehr gelebt werden kann oder muss man es einfach machen?

00:41:30: Muss man einfach sich zusammensetzen und was unternehmen?

00:41:36: Ich bin schon ein Fan von Bürgerräten also dass Menschen mehr in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

00:41:45: Da sehe ich auf jeden Fall noch Nachholbedarf wenn die Menschen eher spüren, dass ihre Stimme auch gefragt ist und nicht nur alle vier Jahre sie in Kreuzchen machen dürfen.

00:41:56: Also da wäre auf jeden Fall noch Nachholbedarf.

00:42:00: Grundsätzlich sehe ich das so.

00:42:03: Haben Sie noch was wo Sie sagen würden, haben wir noch gar nicht darüber geredet?

00:42:07: Dann möchte Sie unbedingt noch darüber reden?

00:42:10: Ich kann ja mal von ein paar kleinen Erfolgsrezepten von uns erzählen.

00:42:14: Ein bisschen Eigenwerbung.

00:42:16: Wir haben festgestellt es sehr wichtig ist für etwas ausspricht und nicht gegen etwas.

00:42:21: Es klingt so einfach, aber es macht einen großen Unterschied.

00:42:25: Dann ist es wichtig positiv unterwegs zu sein.

00:42:28: Also ein Lächeln verändert schon sehr viel.

00:42:32: also auch nicht zu verbissen bei der ganzen Sache dran sein zeigen dass Demokratie Spaß macht das ist was Positives ist dann natürlich die Partner zu finden, also und da aus einem breitem Spektrum.

00:42:45: Das hatten wir eben schon Und die Partner aber auch in ihrer Unterschiedlichkeit dann ernst nehmen.

00:42:51: das ist sehr wichtig Die Kommunikationen zu halten zwischen allen.

00:42:56: Wir haben Bewusst auch bei unserem Logo und bei unserem Namen eben auf Neutralität geachtet so dass wir jetzt nicht automatisch Links oder rechts zuordnen war sind Auch das gibt es bei vielen Bündnissen und ich glaube das war auch wo sich viele Menschen oder Parteien und Organisationen uns dann angeschlossen haben.

00:43:16: Der nächste Punkt ist natürlich, dass man konstant aktiv ist.

00:43:19: Dass man – ich habe es eben erzählt – ein Newsletter aufbaut, die Leute immer wieder mit Informationen füttert nicht zu viel.

00:43:26: Zu viel darf jetzt auch wieder nichts sein, dass das MailCop vollläuft aber dass man immer wieder Impulse bekommt.

00:43:33: Wo könnte ich mitmachen?

00:43:35: und es nicht nur alles zu verkauft ist.

00:43:38: Wir haben diese Vortragsreihe auf recht hohem Niveau, aber wir machen auch ein Mitzinkonzert oder eine Kinoreihe die sehr erfolgreich ist.

00:43:47: Es muss nicht immer gleich das ganz große Kino sein, so auch ganz niedrigschwellig!

00:43:53: Wir haben viele Angebote, das ist auch sehr wichtig diesen kostenlos fast alles bei allem schauen geht's nicht noch was günstiger.

00:44:00: Demokrativ darf eigentlich nichts kosten.

00:44:04: Und dann ist zum Schluss natürlich die Öffentlichkeitsarbeit.

00:44:07: Also da bin ich immer wieder ein Fan von, dass man sichtbar ist und sich in Erinnerung bringt, dass wenn man zu klein irgendwo für sich agiert als Bündnis, da hat man glaube ich auch nicht diese Resonanz wie wir sie

00:44:23: haben.

00:44:25: All diese Projekte und Ideen könnten ja theoretisch z.B.

00:44:30: auch

00:44:30: von der Stadt kommen?

00:44:31: Also es könnte ja auch eine Stadt sagen, ich mache all diese Dinge.

00:44:34: Ich biete diese Dinge an und versuche so Leuten die Möglichkeit zu geben mitzugestalten, mitzuwirken und wirklich das Gefühl den Leuten zu geben dass sie was zu sagen haben und gehört werden kann sowas auch quasi ja von der Stadt selber organisiert, welche Stadt auch immer das jetzt ist.

00:44:53: Könnte so was auch funktionieren?

00:44:54: Es

00:44:54: gibt eine Stadt, Mörs.

00:44:56: Die haben einen Demokratiebeauftragten, der also angestellt ist von der Statt.

00:45:01: Das wäre natürlich der Traum!

00:45:02: Also wenn wir jetzt von Visionen reden gerne... Aber wir wissen hier auch wie die Haushaltslage überall ist zur Zeit.

00:45:10: Das ist am falschen Ende gespart.

00:45:11: Da brauchen wir uns nichts vormachen und da bin ich fest von überzeugt, dass wird uns irgendwann auf die Füße fallen weil wir da nicht aktiv werden.

00:45:19: Das heißt, Arme hochkrempeln selber aktiv werden.

00:45:22: aber ich habe es ja schon erwähnt die Stadt ist Bündnispartner und da passiert auch viel.

00:45:28: also im Prinzip können wir uns was jetzt Unterstützung angeht in der Hinsicht nicht beschweren.

00:45:41: Die große Frage, die ich mir auch immer für ein Gespräch natürlich stelle.

00:45:45: Was ist denn jetzt der Erkenntnisgewinn aus diesem Bündnis?

00:45:48: Haben Sie es ja quasi gesagt?

00:45:49: also dass man eigentlich so relativ leicht Leute ... wieder mehr für Demokratie begeistern kann.

00:45:58: Dass es ganz viele Möglichkeiten gibt, Leute ... ... wieder mit ins Boot zu holen und ... ... zu aktivieren, zu begeisternen, ... ... mitzugestalten, Selbstwirksamkeit ... ... den Leuten zu zeigen in denen auszulösen... ... und einfach wirklich was zu bewegen.

00:46:13: Und das eben auch über ... ... Politikinteressen oder Parteientressen hinweg.

00:46:20: Da stelle ich mir natürlich die Frage, okay ... ... kann man da nicht noch mehr rausziehen?

00:46:23: Also kann man ... Politisch da nicht was draus lernen, weil wir haben ja das Problem.

00:46:27: Sie haben das ja gerade gesagt in Rheinland-Pfalz.

00:46:29: jetzt wo wird es aufnehmen?

00:46:30: Wir nehmen es am derzeigsten März auf.

00:46:32: Gestern hat die AfD mit ninety fünf Prozent das beste AfD Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland bisher bekommen.

00:46:39: also Und dass ist hier nicht nur in Deutschland so sind anderen Ländern eine ähnliche Situation.

00:46:46: Wir haben einfach ein problem und Es sieht bisher nicht danach aus dass politisch eine Lösung gefunden wird, mal vorsichtig gesagt.

00:46:56: Und deswegen muss man natürlich kreativ werden und überlegen was kann man machen?

00:47:00: Weil bisher scheinen wir da so meine Analyse zumindest und ich glaube das teilen die allermeisten Leute nicht unbedingt in die richtige Richtung zu gehen.

00:47:10: Ja es gibt aber auch Erhebungen, da muss man glaube ich differenzieren Und diese Reihen müssen wir schließen.

00:47:26: Diese ist existenziell.

00:47:29: Wenn wir das nicht schaffen, haben wir ein Problem und das ist unser Ziel.

00:47:33: Die Unzufriedenheit ist ja viel größer mit der aktuellen Politik so wie die Umsetzung der Demokratie stattfindet.

00:47:40: Da müssen wir dann eben in den Dialog gehen In den Austausch lokal machen wir das natürlich auch bei uns mit den Ratsleuten, aber ich erinnere noch mal dran.

00:47:50: Mein Mann ist Ratzer!

00:47:51: Das ist auch kein einfacher Job.

00:47:53: also das muss man jetzt auch mal sehen.

00:47:54: die Leute machen das ehrenamtlich nach ihrem Ganztagsjob Ich weiß nicht wie viele immer liest.

00:47:59: und dann die ganzen Vorbereitungen Und die mühseligen Auseinandersetzungen Ja Also ich ziele auch auf der anderen Seite wieder den Hut Politik ist schwer Demokratie ist schwer und es ist langartig.

00:48:13: Wir brauchen alle einen langen Atem.

00:48:15: Und das gilt auch grundsätzlich übrigens für Bündnisse, ein schneller Erfolg kommt da nicht.

00:48:20: Das ist ein Dauerlauf!

00:48:21: Das muss jedem

00:48:22: klar sein.

00:48:24: Demokratie ist Arbeit und ohne die Arbeit und die Zeit und die Energie, die man da reincheckt funktioniert es eben nicht.

00:48:31: aber es zeigt eben... Man kann was verändern und man kann etwas bewirken.

00:48:34: Man muss es nur vielleicht einfach machen.

00:48:36: Ja und den Spaß

00:48:37: daran erkennen.

00:48:39: Frau Kürbisch vielen lieben Dank.

00:48:41: Es hat mir super viel Spaß gemacht, mit Ihnen zu sprechen.

00:48:44: Ich glaube ich habe sehr viel mitgenommen persönlich und ich denke das gilt auch für alle die zugehört haben.

00:48:49: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:48:51: Schön dass Sie da waren.

00:48:52: Vielen dank.

00:48:52: Danke auch, danke auch für Ihren Beitrag für die Demokratie.

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